Sportverein Ölkofen saniert seinen Sportplatz

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 Der Sportverein Ölkofen saniert seinen Sportplatz. Die Gemeinde Hohentengen übernimmt eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 70 000
Der Sportverein Ölkofen saniert seinen Sportplatz. Die Gemeinde Hohentengen übernimmt eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 70 000 Euro. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Die Gemeinde Hohentengen übernimmt für den Sportverein (SV) Ölkofen eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 70 000 Euro für einen Zeitraum von gut zehn Jahren. Das hat der Gemeinderat Hohentengen in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch beschlossen. Die Fußballer des SV Ölkofen sanieren ihr Hauptspielfeld.

Der Fußballplatz des SV Ölkofen wird derzeit saniert, auch ein Trainingsplatz soll auf Vordermann gebracht werden. 370 000 Euro kostet das Projekt. „Der Verein kann es allein aus Eigenmitteln und Zuschussmitteln nicht finanzieren“, erläuterte Kämmerer Johannes Schnell. „Deshalb braucht er einen Bankkredit.“ Dieser Kredit beläuft sich auf 140 000 Euro. Die Gemeinde übernimmt nun in Höhe von 50 Prozent, also 70 000 Euro, eine Ausfallbürgschaft – könnte der Verein also den Kredit nicht mehr zurückzahlen, müsste die Gemeinde maximal 70 000 Euro übernehmen. Abgesehen davon gibt die Gemeinde einen Zuschuss von maximal 91 000 Euro, einen weiteren Zuschuss erhält der Verein laut Verwaltung vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) in Höhe von 90 000 Euro, zudem investiert der Verein Eigenmittel.

Die Sanierungskosten hatten sich deutlich erhöht, nachdem eine Bodenanalyse ergeben hatte, dass der Untergrund des Sportplatzes in stärkerem Maße als ursprünglich geplant ausgetauscht werden sollte. Der Sportplatz befindet sich auf einer ehemaligen Kiesgrube.

Laut Verwaltung haben Sportverein und Förderverein die geforderten Kassenberichte der vergangenen drei Jahre vorgelegt. Aus diesen sei ersichtlich gewesen, dass in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen getätigt worden seien und diese für den Verein stets tragbar gewesen seien. „Es ist zu erwarten, dass die liquiden Mittel vom Sportverein und vom Förderverein für die Leistung des Schuldendienstes ausreichen werden“, teilte Kämmerer Johannes Schnell in der Beschlussvorlage der Verwaltung mit.

Wie er in der Sitzung ergänzte, bedeute die Übernahme der Ausfallbürgschaft, dass der Verein die kommenden Jahre regelmäßig Kassenberichte vorlegen müsse. „Damit man einfach die Entwicklung verfolgen kann“, bemerkte Schnell.

Gabriel Fürst (CDU) und Kornelia Kleiner (Freie Wähler) begrüßten die Übernahme der Ausfallbürgschaft und das Vorhaben an sich. Der Sportverein Ölkofen betreibe eine wertvolle Jugendarbeit, sagte Gabriel Fürst. Einstimmig bei einer Enthaltung von Gemeinderat Albert Wetzel (CDU) stimmte der Gemeinderat der Übernahme der Ausfallbürgschaft von 70 000 Euro, für einen Zeitraum von zehn Jahren und acht Monaten, zu.

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