„Schwäbisch guat“ ist es am Montag bei den Senioren

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 Sein zehnjähriges Bestehen feierte das Kreisseniorenorchester Sigmaringen unter der Leitung von Helmut Barth in Hohentengen.
Sein zehnjähriges Bestehen feierte das Kreisseniorenorchester Sigmaringen unter der Leitung von Helmut Barth in Hohentengen. (Foto: W. Lutz)
Wolfgang Lutz

Der Plan von Roland Längle, dem Vorsitzenden des Musikvereins Göge-Hohentengen, das Kreismusikfest in Hohentengen zu einem Jahrhundertereignis in der Region werden zu lassen, ist voll aufgegangen. Waren die drei Festtage von Freitag bis Sonntag durchweg alle Highlights, legte der Musikverein Göge-Hohentengen zum Abschluss seiner 200-Jahrfeier am Montag noch einen drauf. Unter dem Motto „Schwäbisch guat“ war dieser Tag vor allem den Senioren aus nah und fern gewidmet, die dann auch gleich von vier Seniorenorchestern am Nachmittag bestens unterhalten wurden. Das Kreisseniorenorchester Sigmaringen feierte dabei sein zehnjähriges Bestehen und hatte sich dazu Musiker aus drei weiteren Kreisverbänden nach Hohentengen eingeladen.

„Der Tag ist gekommen, heute feiern wir unser zehnjähriges Bestehen“, freute sich Manfred Birkler als Sprecher des Kreisseniorenorchesters Sigmaringen. Dabei seien alle Aktiven noch so jung und Blasmusik mache eben allen Freude. Die Geburtstagsfeier habe man mit dem 200-jährigen Bestehen des Musikvereins Göge-Hohentengen zusammengelegt, sodass man dem Motto „zamma feschta“ einmal mehr Rechnung trage. Er freute sich, dass auch die Seniorenorchester des Kreises Biberach, Ravensburg und aus dem Bodenseekreis der Einladung zur Geburtstagsfeier gefolgt sind und für die musikalische Unterhaltung der vielen Gäste im Festzelt sorgten.

Roland Längle entbot allen Kapellen ein herzliches Willkommen und gratulierte den Sigmaringern zu ihrem kleinen Jubiläum: „Jetzt müsst ihr nur noch 190 Jahre alt werden, dann seit ihr gleich alt wie wir.“ Er war sich sicher, dass die Senioren eine super Blasmusik bieten, denn schließlich spielen nach seiner Meinung in den Kreisseniorenorchestern die Erfahrensten aus den verschiedenen Kapellen. Den Auftakt machte das Geburtstagskind aus dem Kreis Sigmaringen unter der Leitung von Helmut Barth, gefolgt von den Kapellen aus Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis. Am Schluss dieses Jubiläumskonzertes vereinigten sich alle vier Orchester zu einem Gesamtensemble, was zum einen ein tolles Bild im Zelt abgab und zum andern auch noch zum Hörgenuss wurde. Die Nachmittagsunterhaltung genossen auch Landrätin Stefanie Bürkle, die dabei „ihre Biberacher“ mal wieder in Aktion sah, und die Kreisräte, die nach der Sitzung einen Abstecher in die Göge unternahmen.

Zuckerschnuten singen

Wer bis jetzt noch nicht wusste, wer die „Zuckerschnuten aus der Göge“ sind, wurde anschließend aufgeklärt. Petra Dehm, Sandra Stöckler, Christine Koschmieder und Monika Erath-Müller sowie der einzige Mann an Bord, Christian Zielinski aus Ursendorf, zeigten gleich, wer „das Maul auf dem rechten Fleck“ hat. Die Truppe begeisterte mit ihrem Gesang und Beiträgen, ob auf hochdeutsch oder schwäbisch, einfach so, wie ihnen der Schnabel gewachsen war.

Zur Abschluss-Party drehte dann die Gruppe „Ob & Blech“ noch einmal auf. Die Älbler, neun Herren und ein Mädle, hatten eine „bombastische Blasmusik-Party“ versprochen, was ihnen voll gelungen ist. Neben böhmisch-mährischer Musik hatten sie ein Repertoire zu bieten, das über Schlager, Funk und Pop bis zu Rock reichte und die Zuschauer im Festzelt begeisterte.

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