Schule erhält orangefarbene Wände und grüne Möbel

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 Das Muster für die Blechverkleidung wird herumgereicht, damit jeder Rat es von der Nähe begutachten kann.
Das Muster für die Blechverkleidung wird herumgereicht, damit jeder Rat es von der Nähe begutachten kann. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Nach einer ausführlichen Diskussion hat sich der Gemeinderat Hohentengen am Mittwoch doch für den Entwurf von Architekt Josef Prinz entschieden: Am Eingang des neuen Gebäudes der Göge-Schule wird eine prägnante Wandfläche in der Farbe Orange gestaltet und zweimal der Schriftzug „Göge-Schule“ angebracht. Im Inneren wird die Mensa einen Schriftzug in Weiß erhalten und der Flur mit grünen Sitzmöbel aufgewertet.

Der Eingang soll einen gestalterischen Akzent bekommen. Architekt Prinz zeigte ein Muster von dem schräg abgekanteten Blech, das die Fassade kleiden soll. Dieses Blech werde an der breiteren Wandfläche am Eingang angebracht. Als alternative Variante schlug der Architekt die linke schmalere Wand vor. Zwei Schriftzüge – einer auf dem Blech, der andere auf die Wand – kommen hinzu. Bürgermeister Peter Rainer fand das nicht überzeugend: Man könne auf den Schriftzug auf der blechverkleideten Wand verzichten, weil er erst wahrgenommen wird, wenn man vor der Schule stehe.

Es entwickelte sich eine kontroverse Debatte: Manche Räte wollten beide Schriftzüge, manche nur einen. Es sei eben Geschmackssache, stellte Bürgermeister Rainer fest. Rat Klaus Burger schlug vor, den Schriftzug an die Stirnseite der Überdachung anzubringen. Das wäre zu groß und zu exponiert, meinte der Architekt. Rat Peter Löffler fragte, ob man den Schriftzug wie den Briefkasten auf Ständer stellen könnte, weil der Name der Schule an den Eingang gehöre. Rat Albert Wetzel fragte, ob zum Namenszug nicht auch das Wappen angebracht werden könnte. Davon riet Architekt Prinz ab: Das Wappen würde zu klein ausfallen, sagte er. Wetzel befürchtete, dass sich Schwalben im U und im O des Schriftzugs einnisten könnten. Bürgermeister Rainer sagte, dass so viele Leute daran täglich vorbei gehen werden, dass Vögel hier wohl keine Ruhe finden werden. Beim Abstimmen über die Farbe Orange war sich das Gremium einig: Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Die Variante mit zwei Schriftzügen fand zunächst keine Mehrheit. Dann ließ Bürgermeister Rainer darüber abstimmen, ob der Farbakzent auf die größere oder kleinere Fläche angebracht werden sollte: Bei einer Gegenstimme wurde entschieden, dass die große Fläche mit orangefarbenen Blech verkleidet wird, um optisch prägnant zu sein. Dann fragte Bürgermeister nochmal, ob es zwei Schriftzüge sein sollen: Mit sieben Stimmen dafür und fünf dagegen kam es zu einem Mehrheitsbeschluss. Der ursprüngliche Entwurf war somit angenommen.

Prinz zeigte die Entwürfe der Mensa. Auf der orangenfarbenen Wand werde mit weißer Klebefolie der Schriftzug „Mensa“, samt den Symbolen für Messer, Gabel und Löffel angebracht, erklärte er. Rat Löffler fragte, ob die weiße Klebefolie gut haltbar sei. Architekt Prinz erklärte, sie sei gut erneuerbar und mit 70 Euro auch nicht teuer. Die grünen Sitzmöbel im Flur vor der Mensa gefielen allgemein. Bürgermeister Rainer berichtete, dass die Ausschreibungen noch laufen. Einstimmig ermächtigte das Gremium die Verwaltung, die Aufträge zu erteilen.

Ob die Baumaßnahme bis Pfingsten abgeschlossen sein wird, konnte Bürgermeister Rainer nicht zusichern. „Die Unternehmen sind ausgelastet. Es ist gerade sehr schwierig“, sagte er.

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