Posaunen und Orgel bieten besonderes Klangerlebnis

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Das Posaunenquartett Tromposi in Aktion.
Das Posaunenquartett Tromposi in Aktion. (Foto: Christoph Klawitter)
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Mal fröhlich-leicht, mal dunkel-bedrohlich, dann im Hintergrund die mächtige Kirchenorgel: Das Konzert des Posaunenquartetts Tromposi war für die Besucher der katholischen Kirche St. Michael in Hohentengen ein ganz besonderes Klangerlebnis. Begleitet wurde das Quartett von Ludwig Kibler an der Orgel.

Zu Beginn begrüßte Marion Thiel, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats Hohentengen, die Besucher. „Kein anderes akustisches Instrument ist größer, vielschichtiger und reiner an Klangfarben als die Orgel“, sagte sie. Einzigartig sei dann die Kombination mit der Posaune.

Posaunen- und Orgelklänge erfüllten die neu renovierte Kirche, die mit ihrer Akustik ein ausgezeichneter Konzertort war. Schon der Beginn – „Fanfare“ von Jeremiah Clarke – war verheißungsvoll. Atemberaubend und ein Hörgenuss war es, zu erleben, welche verschiedenen Klänge das Posaunenquartett Tromposi ihren Posaunen entlockten. Manche klangen dumpf, ja gefährlich, andere wieder zart und sehnsuchtsvoll. Nicht minder beeindruckend war die Bandbreite an Klängen, die von der mächtigen Kirchenorgel erschallten. Manche Stücke spielte Tromposi im Grunde ohne Orgelbegleitung – beispielsweise die Stücke Magnum Mysterium, Inveni David oder Jubilee Overture. Andererseits gehörte die Kirche stellenweise auch ganz allein der Orgel, beispielsweise beim Stück Praeludium e-moll oder bei Toccata. Für solche Stücke verließ dann das Posaunenquartett kurzzeitig seinen Standort vor dem Altar. Gemeinsam wurde „Sonata pian e forte“ gespielt. Außerdem kamen an diesem Abend die Stücke Concerto a 4, Priére à Notre-Dame und Monumental Etude zu Gehör. Am Ende bekamen die fünf Musiker viel Applaus vom Publikum.

Das Posaunenquartett Tromposi besteht aus Matthias Stärk, Klaus Merk, Frank Martin (alle Tenorposaunen) und aus Karl Bertsch (Bassposaune). Die Musiker kommen aus dem oberschwäbischen Raum, das Quartett gibt es seit Mitte 1997, informierte das Konzert-Begleitheft. Kennengelernt haben sich die Musiker demnach damals über den Wettbewerb Jugend musiziert und das Sinfonische Jugendblasorchester Baden-Württemberg.

Ausgebildet wurden die vier Musiker an Musikschulen in Oberschwaben und dem Allgäu. Ludwig Kibler konzertiert mit Tromposi seit mehreren Jahren. Als Pianist widmet er sich laut Begleitheft bevorzugt der Kammermusik sowie der Begleitung von Sängern, Instrumentalisten und Chören. Er ist von Beruf Chemiker und außerdem musikalischer Leiter des Kammerorchesters Ochsenhausen.

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