Ohne Sanitätsdienste fände manches Fest nicht statt

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 In der Hauptversammlung werden einige Mitglieder für langjähriges Engagement geehrt.
In der Hauptversammlung werden einige Mitglieder für langjähriges Engagement geehrt. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Mit ihren drei Blutspendeaktionen im vergangenen Jahr hat die DRK-Bereitschaft Hohentengen 512 volle Blutkonserven gewinnen können. In der Hauptversammlung blickte Bereitschaftsleiter Harald Kugler auf das vergangene Jahr zurück, auch wurden Mitglieder für zahlreiche Dienstjahre geehrt.

Im März gab es laut Harald Kugler bei der Blutspendeaktion 169 volle Konserven, im Juli dann 152 und im November dann 191 volle Konserven, also insgesamt 512. „Wir wurden letztes Jahr drei Mal alarmiert“, berichtete Kugler weiter, der zusammen mit Silva Stehle die Bereitschaft leitet. Bei den drei Einsätzen handelte es sich um Brandeinsätze. Ein Schwerpunkt der Arbeit in der Bereitschaft sind auch zahlreiche Sanitätsdienste, sei es Gögemer Straßenfest, Silofest oder sonstige Veranstaltungen. In mehr als 2500 Arbeitsstunden hätten sich die Mitglieder im vergangenen Jahr sozial eingebracht, bilanzierte Harald Kugler. Er hob auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hohentengen vor.

Dass die DRK-Bereitschaft über einen stattlichen Kassenstand verfügt, wurde im Bericht von Kassierer Johann Sauter deutlich: Das Guthaben befindet sich demnach im oberen fünfstelligen Bereich. Bürgermeister Peter Rainer witzelte in seiner Ansprache, dass man daher Sauter nicht als Kassierer, sondern als Schatzmeister bezeichnen sollte. Rainer betonte die Wichtigkeit der Sanitätsdienste: „Ohne die Dienste wären die Feste oft gar nicht möglich“, sagte er. Auch die Blutspendetermine erwähnte er. „Ohne Ihre Aktionen würde es 512 Spenden weniger in Deutschland geben.“ Die Entlastung war Formsache, Kassenprüfer Walter Braun hatte zuvor eine einwandfreie Kassenführung festgestellt und gelobt.

Klein, aber fein

Die DRK-Bereitschaft Hohentengen hat 17 aktive Mitglieder. „Eine kleine, aber feine Bereitschaft“, stellte Karl-Heinz Hebeisen fest, stellvertretender Präsident des DRK-Kreisverbands Sigmaringen. Hebeisen schlug vor, dass man in Hohentengen eine DRK-Jugendrotkreuz-Gruppe gründet. Es wurde dann aber deutlich, dass es auch in Hohentengen junge DRK-Interessierte gibt, diese engagieren sich dann aber beim Jugendrotkreuz im Mengener DRK-Ortsverein. Dessen Vorsitzender Mathias Schultz war auch anwesend. Er erläuterte, dass momentan sieben Kinder und Jugendliche aus Hohentengen in Mengen dabei sind. Generell steht es um die DRK-Jugendarbeit derzeit offenbar nicht so gut, wie Karl-Heinz Hebeisen anmerkte: „Das Jugendrotkreuz schwächelt auf Kreisebene sehr arg“, so Hebeisen.

Die Ehrungen nahm DRK-Kreisbereitschaftsleiter Florian Neuefeind vor. Er ehrte für 30 Dienstjahre jeweils Andrea Stützle und Sigrid Briemle, für 25 Jahre Rosa Binder, für zehn Jahre Andreas Kaufmann. Ebenfalls 25 Jahre dabei ist Linus Ballarin, er war bei der Versammlung nicht anwesend.

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