Musikverein weckt musikalisch Heimatgefühle

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Der Musikverein Göge-Hohentengen gibt unter dem Motto „I love Heimat“ sein Frühlingskonzert.
Der Musikverein Göge-Hohentengen gibt unter dem Motto „I love Heimat“ sein Frühlingskonzert. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

„I love Heimat“ – unter diesem Leitgedanken hat am vergangenen Samstag das Frühjahrskonzert des Musikvereins Göge-Hohentengen stattgefunden. Doch was ist Heimat überhaupt und was bedeutet sie für einen selbst? Diesen Fragen gingen die 93 Musiker auf die Spur.

Das Orchester unter der Leitung von Musikdirektor Pius Binder lieferte den zahlreichen Besuchern ein Stück Heimat frei Haus – und zwar mit dem Solo für Sopransaxofon „Coming Home“, gespielt von Melanie Schrey, den heimatlichen Titeln „Schwabenland“ und „Silva Nigra“, die den Schwarzwald in die Göge-Halle holten oder dem Walzerklassiker „An der schönen blauen Donau“. Der Musikverein stimmte mit oberschwäbischer Literatur ein und legte mit „Springtime in Berlin“ und dem Marsch „Salemonia“ klassisch und ausdrucksstark nach.

Im zweiten Teil des Konzerts verstanden es die Musikanten mit Unterstützung von visuellen Effekten, dem Zuhörer eine andere Sicht auf deren Verständnis von Heimat zu vermitteln. So wurde ein Ausflug nach Großbritannien mit „Pomp and Circumstance Nr. 1“ zu einer royal monarchischen Angelegenheit – very british eben.

Virtueller Kinosaal

Dem Bogen zum afrikanischen Kontinent mit dem Stück „African Harmony“ gesellte sich kurz darauf eines der Heimatgefühle schlechthin – Weihnachten. Bei „Selections from Home Alone“ aus dem Hollywood Klassiker „Kevin allein zu Haus“ verwandelten die Musikanten die ausverkaufte Halle kurzerhand in einen virtuellen Kinosaal mit bester Live-Orchestermusik. Es folgte ein kurzer Ritt durch die amerikanischen Südstaaten auf „Spirit – Stallion Of The Cimarron“ – dem wilden Mustang.

Die Musiker auf und neben der Bühne zeigten, was gelebte Heimat bedeutet. Sich einbringen, offen sein für Neues und doch Bewährtes beibehalten. Das Frühjahrskonzert ist traditionell auch der Zeitpunkt, an dem junge Musiker aus der seit über 30 Jahren etablierten vereinseigenen Bläserschule in die Reihen der aktiven Musiker aufgenommen werden. So konnten dieses Jahr neue junge Musiker ihr Konzertdebüt bestreiten.

Abschließend spielten die Musiker mit dem Marsch „Euphoria“ und dem Abba-Klassiker „The way old friends do“ zwei Zugaben, und Musikdirektor Binder rundete das Konzert mit einem persönlichen Schlusswort zum tieferen Sinn von Heimat und Freundschaft ab.

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