Mitgliederzahl soll mindestens gehalten werden

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 Freuen sich über die Ehrungen: Ingrid Nassal (v.l.), Sepp Baumgärtner, Sylke Birkhofer, Peter Henker, Klaus Schlegel, Edith Gra
Freuen sich über die Ehrungen: Ingrid Nassal (v.l.), Sepp Baumgärtner, Sylke Birkhofer, Peter Henker, Klaus Schlegel, Edith Grab und Artur Kaiser. (Foto: ck)
Christoph Klawitter

Die Mitglieder des SV Hohentengen haben in der Hauptversammlung am Freitag ihren Vorsitzenden Artur Kaiser wiedergewählt. Zu seinem neuen zweiten Stellvertreter bestimmten sie Kadir Kocabas. Ein wichtiges Vorhaben des Vereins ist es, die Sanierung der Duschen im Sportheim fertigzustellen.

In der Versammlung warf der Vorsitzende Artur Kaiser einen Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Aktuell sind es 545, es waren aber früher mehr, wie Kaiser anhand eines Schaubilds aufzeigte. „Rückläufig, aber nicht dramatisch“, stellte er dazu fest. Ein Ziel für das laufende Jahr sei, die Mitgliederzahl zu halten oder auszubauen, auch vor allem im Kinder- und Jugendbereich. „Die Jugendarbeit ist eine ganz, ganz wichtige Arbeit“, unterstrich Kaiser. Auch hierzu hatte er Zahlen dabei, und zwar zur Abteilung Fußball: Sie zeigten, dass es aktuell 80 Jugendliche in diesem Bereich gibt, im Jahr 2007 waren es noch 110 Mitglieder, 1996 123 Mitglieder.

Die Sanierungsarbeiten für Dusche und Heizung im Sportheim sind noch nicht abgeschlossen. „Man sieht die Rohre noch“, so Kaiser. Er hob besonders die Arbeit von Andreas Remensperger hervor, der die Sanierungsarbeiten federführend leitet. Anstehende Projekte für die Zukunft sind ein Austausch der Fenster im Sportheim, auch die Flutlichtanlage sei nicht mehr auf dem Stand der Technik. „Da muss auch was gemacht werden“, sagte Kaiser.

Kritik zu Essensangebot

Der Vorsitzende blickte auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Zeitgleich fanden der Besuch der Fußballer aus der Partnerstadt Charensat und das Gögemer Straßenfest statt, mit dem Ergebnis, dass der SV Hohentengen nicht in gewohntem Umfang für das Essensangebot auf dem Fest sorgen konnte. Es habe deshalb Kritik gegeben, berichtete Kaiser. „Da bin ich ziemlich häufig ‚geschumpfen‘ worden“, sagte er. Aber alles in allem zog Kaiser eine positive Bilanz: Für den SV Hohentengen sei es ein sehr gutes Jahr gewesen.

Artur Kaiser wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Er hat zwei Stellvertreter: Der erste stellvertretende Vorsitzende Klaus Schlegel stand nicht zur Wahl, der Posten des zweiten Stellvertreters jedoch schon. Neuer zweiter stellvertretender Vorsitzender wurde Kadir Kocabas. Der bisherige Amtsinhaber Thomas Scholz hatte sich nicht mehr um den Posten beworben. Die Wahlen leitete Bürgermeister Peter Rainer.

In Vertretung des Kassierers trug Klaus Irmler den Kassenbericht vor. Einnahmen von rund 112 600 Euro stehen Ausgaben von rund 107 100 Euro gegenüber, es verbleibt demnach ein Gewinn von knapp 5500 Euro. Kassenprüfer Joachim Bleicher bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung, die Entlastung war reine Formsache. Auch Schriftführer Frank Kehle trug seinen Bericht vor.

Aus den verschiedenen Abteilungen berichteten deren Leiter. Beim Frauenturnen gibt es keine Abteilungsleiterin derzeit. Wie Ingrid Nassal erläuterte, führt ein fünfköpfiges Team die Abteilung, und das gehe auch ohne Probleme vonstatten. Von „tollen Erfolgen“ und einer erfolgreichen Jugendarbeit berichtete Rainer Kern, Leiter der Tischtennis-Abteilung. Die aktiven Fußballer der ersten Mannschaft erreichten einen zehnten Tabellenplatz in der vergangenen Saison, wie Clayton Sigle, einer von zwei Abteilungsleitern Fußball, erläuterte. „Zur Überraschung vieler haben wir den Späh-Cup gewonnen“, sagte er weiter. Für die Freitagsgruppe berichtete Walter Braun, für die Altherren-Fußballer Artur Kaiser, obwohl er selbst kein AH-Fußballer sei, wie er hinzufügte.

Ein strittiges Thema in der Göge ist derzeit das Thema Hallennutzung: Weil eine Schulklasse wegen der Eckenbau-Sanierung in die Schulturnhalle einquartiert werden soll, könnte diese bald nicht mehr für Vereinsaktivitäten genutzt werden (die SZ berichtete). Auch beim SV wurde auf das Problem aufmerksam gemacht. „Aktuell habe ich für Sie keine gute Lösung, muss ich ganz ehrlich sagen“, bedauerte Bürgermeister Rainer. Man sei an dem Thema aber noch dran.

Den Ehrenbrief des WLSB (Würtemberg. Landessportbund) erhielt Sylke Birkhofer, die bronzene Ehrennadel des WLSB Ingrid Nassal. Die Ehrungen nahm Sepp Baumgärtner, Präsident des Turngaus Hohenzollern, vor. Die Verbands-Ehrennadel des WFV (Württemberg. Fußballverband) erhielt Artur Kaiser. Peter Lehleiter war abwesend und soll die Ehrung noch bekommen. Den WFV-Ehrenbrief bekam Peter Henker. Die Ehrungen nahm Edith Grab vom WFV vor.

Für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet (Abwesende mitgenannt): 60 Jahre: Jürgen Lindner. 50 Jahre: Fritz Spiess, Manfred Schmid, Albert Unger, Oskar Graf, Klaus Pohlmann, Hermann Ebe, Klaus-Peter Stuwe, Horst Burkard. 40 Jahre: Alwin Geiger, Jürgen Gallauer, Josef Stumpp, Karl-Heinz Müller, Josef Langmesser. 30 Jahre: Martin Musch, Jürgen Waldraff, Markus Waldraff, Ralf Remensperger, 20 Jahre: Eleonore Bucher-Müller, Peter Henker, Harald Ranftl, Oliver Stumpp. Vereinsuhr: Karl-Heinz Baumgardt. Vereinsehrennadel Bronze: Artur Kaiser, Mario Lutz.

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