LG-Trio überzeugt bei Deutscher Meisterschaft

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 Moritz Eisold von der LG Tuttlingen-Fridingen belegte bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend U16 in Bremen
Moritz Eisold von der LG Tuttlingen-Fridingen belegte bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend U16 in Bremen im Hochsprung den siebten Platz. (Foto: Ralf Görlitz)
Fritz Reichle

Drei Talente der LG Tuttlingen-Fridingen haben sich am Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Klasse U16 in Bremen erfolgreich behauptet. Zwar konnten Moritz Eisold, Flora Ames und Hannah Schneider nicht in den direkten Kampf um die Medaillen eingreifen, demonstrierten aber bei ihrem erstmaligen Einsatz bei einer Einzel-DM das hohe Niveau der Jugendarbeit bei der LG.

„Alle drei haben sich gut geschlagen. Vor allem Flora Ames hat mich mit einer neuer Bestleistung überrascht“, war Trainer Franz Saile zufrieden mit seinen Schützlingen. Über 300 Meter Hürden steigerte sich Ames in ihrem Vorlauf um eine volle Sekunde auf den tollen Kreisrekord von 46,40 Sekunden. Damit qualifizierte sie sich überraschend sogar für den B-Endlauf, in dem sie am Sonntag mit 46,57 Sekunden ihre gute Form noch einmal bestätigte. Damit kam sie in der Gesamtwertung aller 27 Läuferinnen auf den 13. Platz.

Auch Hannah Schneider hatte sich in der Klasse W15 im Dreisprung für diese Titelkämpfe qualifiziert. Mit 10,55 Meter kam sie zwar nicht ganz an ihren Kreisrekord von 10,99 Meter heran, lieferte aber dennoch mit Platz 19 einen soliden Wettkampf.

Moritz Eisold hatte sich nach seinen tollen Leistungen in den Vorwochen für seine erste Einzel-DM vielleicht etwas zu viel vorgenommen. Ausgerechnet zu Beginn des Hochsprungs setzte der gefürchtete „Bremer Regen“ ein und machte es den Athleten schwer. So musste beispielsweise der mit einer Bestleistung von 1,90 Meter angereiste Favorit Louis Robertz (LG Olympia Dortmund) schon nach 1,75 Meter die Segel streichen.

Auch Eisold tat sich bei diesen Bedingungen schwer. Nach übersprungenen 1,79 Meter scheiterte er beim Versuch der Einstellung seines Kreisrekordes von 1,83 Meter knapp. Mit dem siebten Platz von Eisold war Franz Saile aber „nicht unzufrieden“.

Dem 15-jährigen Balgheimer war dies aber nicht gut genug und so setzte er sich im Weitsprung vielleicht etwas zu sehr unter Druck. Mit größerer Lockerheit wäre nach seiner hervorragenden Leistung vor zwei Wochen vielleicht mehr als 6,01 Meter herausgekommen. So aber verpasste er wie einige andere stärker eingeschätzte Springer als Elfter den Endkampf der besten acht um acht Zentimeter.

Dieser Wettkampf sollte aber für ihn eine wertvolle Erfahrung sein, die ihm vielleicht schon in zwei Wochen bei der Mehrkampf-DM in Mainz von Nutzen sein könnte. Denn dort zählt er mit mindestens acht weiteren gleichwertigen Athleten zum Favoritenkreis der Medaillenanwärter.

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