Landmaschinenmechaniker wollen Nachwuchs gewinnen

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 Die Mitglieder der Reutlinger Innung der Landmaschinenmechaniker treffen sich zur Hauptversammlung sich bei der Firma Duffner i
Die Mitglieder der Reutlinger Innung der Landmaschinenmechaniker treffen sich zur Hauptversammlung sich bei der Firma Duffner in Hohentengen. (Foto: Duffner)
Schwäbische Zeitung

Die Hauptversammlung der Landmaschinenmechaniker-Innung Reutlingen hat Anfang Februar im Betrieb Duffner in Hohentengen stattgefunden. Nach einem Betriebsrundgang wurde über die angespannte Stimmung in der Landwirtschaft gesprochen und in die Zukunft geblickt.

Karl Josef Duffner führte seine Kollegen über das 20 000 Quadratmeter große Betriebsgelände. Beratung, Gebrauchtmaschinenausstellung und Neumaschinenvertrieb sind räumlich getrennt von der Werkstatt, den Büros und einem großen Lager mit über 30 000 Ersatzteilen. Der Betriebsrundgang führte vom Ersatzteillager durch die Werkstatt über den Hof in den hinteren Bereich der 2017 erbauten Halle, in der die Gebrauchtmaschinen untergebracht sind. Der Vertrieb von Neumaschinen findet dagegen im „Duffner Forum 1934“ statt. Hier können die Landmaschinen den Kunden bei jedem Wetter und in aller Ausführlichkeit präsentiert und erläutert werden. Karl Josef Duffner ging auf die 80-jährige Firmengeschichte und die Philosophie des Unternehmens ein. Darüber hinaus erläuterte er die Zukunftspläne der Firma und thematisierte die Herausforderungen der Agrartechnikbranche im neuen Jahrzehnt.

In seinem Jahresbericht sprach Obermeister Josef Unger die angespannte Stimmung in der Landwirtschaft an, die unter anderem von der Trockenheit, der öffentlichen Diskussion über Insektensterben und Treibhausgase sowie der weiteren Verschärfung der Düngeverordnung verursacht wurde. Er empfahl die dreitägige Ausstellung „Straße des Handwerks“, die vom 25. bis 27. April in Reutlingen stattfindet. Die Innung wird sich an dieser Messe vor allem hinsichtlich der Nachwuchsförderung beteiligen und die Werbetrommel zur Gewinnung von Auszubildenden rühren.

Auf den bevorstehenden Innungsworkshop 2025, die kommende Gesellenprüfung der Land- und Baumaschinenmechatroniker, die vom Landesinnungsverband beschlossenen neuen ÜBA-Lehrgänge, die gemeinsamen Fahrten auf die Agritechnica, die Umfrageergebnisse zur Pflanzenschutzgeräteprüfung, die Stundenverrechnungssätze, die Ausbildungsvergütung und das Angebot der technischen Beratung ging Fachreferent Michael Rabe näher ein. Mit dem Bericht aus der Kreishandwerkerschaft von Geschäftsführer Ewald Heinzelmann ging die Veranstaltung zu Ende. Hierbei thematisierte er die durch den demographischen Wandel angespannte Situation am Ausbildungsmarkt, die Lenkzeiten, Berufsfahrerqualifikationsmodule und Handwerkerregelungen.

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