Johannes Müller: „Ich kann nur den Hut lupfen“

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Ein Auto reiht sich auf dem Ehoch4-Gelände ans nächste. Die Besucher haben viel zu sehen.
Ein Auto reiht sich auf dem Ehoch4-Gelände ans nächste. Die Besucher haben viel zu sehen. (Foto: Ehoch4)

Dass so viele Freunde, Oldtimerbesitzer und Besucher mit ihnen das zehnjährige Bestehen feiern wollen, hätten die Mitglieder der Oldtimerfreunde Göge nie gedacht. Nachdem sich 500 Gäste mit ihren Fahrzeugen für das Oldtimertreffen am Pfingstsonntag angemeldet hatten, war ihnen zwar schon klar, dass es ein großes Fest werden würde. Die tatsächlichen Besuchermengen übertrafen dann aber doch jede Erwartung. „Das war wirklich der Wahnsinn“, sagt Johannes Müller. Der Vorsitzende der Oldtimerfreunde kann es auch zwei Tage nach dem Großevent noch gar nicht fassen. „Wir sind natürlich hochzufrieden, müssen aber alles auch erst einmal verarbeiten.“

Zum Glück ist das Ehoch4-Gelände groß genug. „Wir haben für alle Autos noch einen Platz gefunden“, sagt Müller. „Hätten wir das Treffen im Ort gemacht, hätten wir irgendwann Leute wieder wegschicken müssen.“ So hätten alle aufs Gelände kommen können. „Wir wissen noch gar nicht, wie wir Jürgen Gaugel dafür danken können, dass er noch mehr Platz freigegeben hat“, sagt Müller. Total unkompliziert hätte der Hausherr weiteren Platz zur Verfügung gestellt, als immer mehr Menschen auf das Gelände strömten. „Wir wissen selbst nicht genau, wie viele Besucher wir am Ende hatten“, sagt Müller. Rund 3000 werden es aber wohl gewesen sein. Zu den 500 angemeldeten Fahrzeugen seien bestimmt noch einmal 300 dazu gekommen.

Helfer gehen an ihre Grenzen

Die ehrenamtlichen Helfer brachte diese Resonanz an ihre Grenzen. Neben den Mitgliedern des Vereins waren im Vorfeld Freunde und Familienmitglieder eingespannt worden. „Wir dachten, dass 45 Personen, die in zwei Schichten arbeiten, für den Betrieb ausreichen“, sagt Johannes Müller. Am Ende hätten alle eine Doppelschicht gefahren und weitere Freunde seien zusätzlich eingesprungen. „Die haben gesehen, dass wir Hilfe brauchen und haben einfach mit angepackt. Wirklich ein toller Zusammenhalt, für den ich mich nicht genug bedanken kann.“

Weil man mit so einem Ansturm nicht gerechnet hatte, war auch das Mittagessen schnell ausverkauft. „Verhungern musste aber niemand“, betont der Vorsitzende. „Familie Igel von der Metzgerei hat uns fortwährend mit Nachschub versorgt, sodass es bis 17 Uhr immer Steaks und Würstchen gab.“ Die Wartezeiten seien natürlich insgesamt länger gewesen: beim Parken und beim Essen. „Aber ich habe den ganzen Tag keine Klagen gehört“, sagt Müller. „Im Gegenteil: Allen hat es gut gefallen, dass so viel los war.“

Ob und in welchem Umfang es eine Wiederholung geben könnte, steht noch nicht fest. „Wir müssen den Tag erst einmal auf uns wirken lassen und uns dann mit allen Beteiligten zusammensetzen“, sagt Müller. Allein könne der Verein ein Treffen in diesem Umfang wohl nicht noch einmal stemmen. „Ich kann vor der Leistung von allen nur den Hut lupfen.“

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