Hohentengener Firma wird zum dritten Mal ausgezeichnet

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Haben gut lachen: Die Mitarbeiter von NMH gehören einem ausgezeichneten Betrieb an.
Haben gut lachen: Die Mitarbeiter von NMH gehören einem ausgezeichneten Betrieb an. (Foto: NMH)
Schwäbische Zeitung

Altes loslassen und Neues wagen: Innovative Mittelständler wie die NMH GmbH aus Hohentengen haben keine Angst vor dem Wandel, sondern begreifen ihn als Chance, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit überzeugte das Unternehmen bei der 27. Runde des Innovationswettbewerbs Top 100. NMH gehört damit seit Mitte Juni offiziell zu den Top 100. In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren beeindruckte das Unternehmen in der Größenklasse B (51 bis 200 Mitarbeiter) besonders mit seinem Innovationserfolg, heißt es in dem Schreiben. NMH zählt bereits zum dritten Mal zu den Top-Innovatoren.

Als Spezialist für Sondermaschinen verfügt NMH über eine hohe Innovationskraft. Schließlich erfordert jeder Kundenauftrag für eine Mess-, Prüf- und Montageanlage die Entwicklung eines Unikats. Diese Innovationskraft nutzte das Unternehmen auch auf einem bis dahin nicht zum Kerngeschäft gehörenden Gebiet: Weil es am Markt keine passende IT-Lösung gab, entwickelten die Oberschwaben innerhalb eines Jahres eine eigene Software. Sie vernetzt jetzt den kompletten Fertigungsprozess ohne Schnittstellen – von der Konstruktion bis zum finalen Bauteil.

Bisher lieferten unterschiedliche Programme Antworten auf Fragen wie: Wie groß sind die vorhandenen Ressourcen? Welches Werkzeug braucht die Maschine für die nächste Bearbeitung? Der Nachteil: Die unterschiedlichen Programmiersprachen sorgten für ein Wirrwarr, das einen durchgängigen Datenfluss verhinderte. Die Software „CoCo“, kurz für Control-Cockpit, integriert dagegen alle Informationen in einem Programm. Auch Konstruktionszeichnungen lassen sich in 2-D und 3-D papierlos aktualisieren und via Display direkt an der Maschine visualisieren. Dazu kommen weitere Features wie etwa das Handling von NC-Programmen und die Dokumentation von Aufspannsituationen. „Entweder es geht einfach oder es geht einfach nicht, das ist mein Credo für eine erfolgreiche Digitalisierung“, wird Geschäftsführer Alexander Frick in der Mitteilung zitiert. Mit „CoCo“ sei das gelungen: Die Software lasse sich ohne Schulung bedienen.

Seit 1993 vergibt Compamedia das Top 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen.

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