Gemeinderätin schlägt Not-Parkplätze für Elterntaxis vor

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 Bushaltestelle Göge-Schule: Zu Beginn und Ende des Schultages geht es in der Schulstraße nicht so ruhig zu. Eine Gemeinderätin
Bushaltestelle Göge-Schule: Zu Beginn und Ende des Schultages geht es in der Schulstraße nicht so ruhig zu. Eine Gemeinderätin will nun Not-Parkplätze für Elterntaxis. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Not-Parkplätze für Elterntaxis: In der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend hat Gemeinderätin Gloria Bruggesser (Freie Wähler) die derzeitige Verkehrslage an der Schulstraße in Hohentengen angesprochen und die Sicht der betroffenen Eltern dargelegt. Sie gab den Vorschlag weiter, Not-Parkplätze für Eltern in der Schulstraße einzurichten.

Wie in der „Schwäbischen Zeitung“ berichtet, gibt es momentan Probleme mit der Verkehrssituation in der Schulstraße. Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto direkt vor den Haupteingang und halten im Halteverbot und blockieren dann die Bushaltestelle. Der Schulbus kann dann nicht an der vorgesehenen Stelle halten. Ebenfalls werden laut Verwaltung Gehwege blockiert. Dasselbe spielt sich demnach ab, wenn die Kinder wieder von der Schule abgeholt werden. Zudem werde die Schulstraße auch außerhalb des Schulbetriebs entgegen der angebrachten Beschilderung zugeparkt. Die Verwaltung hat nun angekündigt, die Vorgaben zum Halten und Parken zu kontrollieren und Verstöße an die Bußgeldstelle, also an das Landratsamt, weiterzuleiten.

Die Verwaltung schlägt vor, dass die Eltern ihre Kinder bei den Parkplätzen an der Göge-Halle und damit in unmittelbarer Nähe der Schule aussteigen lassen. „Es gibt Kinder, die können die Treppe an der Göge-Halle nicht hochlaufen, weil sie einen so schweren Schulranzen haben“, sagte Gemeinderätin Gloria Bruggesser (Freie Wähler) in der Gemeinderatssitzung. Sie sei von verschiedenen Eltern angesprochen worden. „Die Eltern haben mir verschiedene Szenarien dargelegt“, sagte Bruggesser. Beispielsweise seien manche morgens unter Zeitdruck, müssten morgens um 8 Uhr beim Arbeiten sein, das Kind wolle aber nicht mit dem Bus fahren oder zu Fuß gehen.

Der Vorschlag der Eltern sei, ob man nicht Not-Parkplätze in der Schulstraße für diese Eltern einrichten könne, machte Bruggesser in der Sitzung den Vorschlag der Eltern bekannt. Außerdem könnten die Eltern nicht nachvollziehen, dass es ein Parkverbot in der gesamten Schulstraße gebe, so die Gemeinderätin weiter.

Laufende Bauarbeiten

Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer entgegnete, momentan gebe es ein „wildes Parken“ in der Schulstraße. „Die Leute haben teilweise auf dem Gehweg geparkt“, sagte er. Auch müssten Fußgänger deshalb vom Gehweg herunter und auf der Straße laufen. „Das geht gar nicht“, fand der Bürgermeister. Was das Parkverbot in der gesamten Schulstraße angehe, verwies er auf die laufenden Bauarbeiten: „Die Baumaßnahme ist aktuell noch nicht abgeschlossen.“ In der Folge entspann sich eine Diskussion. Gemeinderätin Kornelia Kleiner (Freie Wähler) hatte Verständnis für die Sicht der Verwaltung und verwies auf die Parkplätze an der Göge-Halle. Bürgermeister Rainer sagte, dass ein kurzes Halten in der Schulstraße, um die Kinder schnell aussteigen zu lassen, möglich sei. Wie er ironisch hinzufügte, müsse es ja auch nicht sein, dass die Eltern die Kinder „in die Schulklasse tragen“. „Am besten wäre ein Drive-In-Parkplatz“, ergänzte er ebenfalls ironisch. Wie Rainer weiter bemerkte, müsse man in der Stadt auch Fußwege in Kauf nehmen. Nun sei Hohentengen zwar keine Stadt, aber: „Zwei Minuten Fußweg ist auch in der Göge zumutbar“, sagte er und machte damit unausgesprochen klar, dass er der Schaffung von Not-Parkplätzen nichts abgewinnen kann.

Thema im Elternbeirat

Ein anderes Thema sprach Matthias Bleicher (CDU) an. Demnach ist der Stundenplan für die Erstklässler offenbar einseitig auf die Bedürfnisse der Kinder aus dem Kernort Hohentengen ausgelegt. Kinder aus den Teilorten hingegen können öfter nicht mit dem Schulbus fahren, weil der Stundenplan für sie entsprechend ungünstig ausfällt. Eltern von Schulkindern hätten ihn darauf angesprochen, sagte Matthias Bleicher. Gabriel Fürst (CDU) bestätigte die Ausführungen seines Ratskollegen und teilte mit, dass das auch im Elternbeirat bereits Thema gewesen sei. Bürgermeister Peter Rainer kündigte an, mit Schulleiterin Christa Müller die Stundenplan-Gestaltung zu besprechen.

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