Fesche Dirndl und Lederhosen in der Fliegerhalle

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Pracht in Tracht: Beim Oktoberfest auf dem Ehoch4-Gelände in Hohentengen feiern die Gäste bis in die Morgenstunden.
Pracht in Tracht: Beim Oktoberfest auf dem Ehoch4-Gelände in Hohentengen feiern die Gäste bis in die Morgenstunden. (Foto: Ina Schultz)
Schwäbische Zeitung
Janine Lehleiter

„O’zapft is!“ Drei Schläge hat Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer gebraucht, bis das Bier floss. Zusammen mit Hausherr und Ehoch4-Projektleiter Jürgen Gaugel eröffnete er am Samstag das Oktoberfest in der Fliegerhalle auf dem Ehoch4-Gelände (ehemalige Oberschwaben-Kaserne) in Hohentengen. Schon zum zweiten Mal hat nun dort die Festzeltgaudi der Gögemer Vereine stattgefunden. Die Gäste feierten bis in die späten Stunden bei Maß und Volksmusik.

Trachten, wo man nur hinschaute. Mädchen in feschen Dirndl und Buben in zünftigen Lederhosen füllten am Samstagabend die ehemalige Fliegerhalle. Wie beim originalen Oktoberfest in München tanzten auch in Oberschwaben die Gäste auf Bänken und Tischen, stießen miteinander an und genossen die Stimmung mit Musik aus der Göge.

Die Oktoberfestgemeinschaft Hohentengen veranstaltete auch dieses Jahr das Fest, das schon längst Tradition in der Umgebung ist. Über 800 Gäste hatten im Vorfeld schon zum Fair-Fest zugesagt. Der Einlass in die Halle begann um 18.30 Uhr und kostete drei Euro. Die Halle war gut gefüllt.

Göge-Burger ist Verkaufsschlager

Für leckere Speisen und Getränke sorgten die Metzgerei Igel und Getränke Remensperger, beide aus Hohentengen. Ob Bierbraten mit Schupfnudeln, Steak oder Bratwurst – das Hohentengener Oktoberfest stand dem Original in nichts nach. Der neue Göge-Burger war der Verkaufsschlager des Abends. Artur Kaiser, Vorstand des Sportvereins Hohentengen, probierte ihn selbst. „Einwandfrei“, sagt Kaiser. Jeder zweite Gast kam in den Genuss. Die Maß zum Preis von 6,80 Euro, die deutlich billiger als auf der Münchner Wiesn war, überzeugte ebenso. „Es ist kühl und erfrischend“, so ein junger Partygast. Doch auch wer kein Bier trank, kam mit Wein und antialkoholischen Getränken in Feierlaune.

Vier Vereine der Göge organisierten Unterhaltung und Bewirtung. Der Musikverein Hohentengen, der Sportverein, der Fanfarenzug Enzkofen und der ACV Motorsportclub Göge waren die Veranstalter. Ab 19.30 Uhr sorgten über 90 Musiker des Musikvereins für Stimmung im ehemaligen Hangar. Mit Liedern wie der Fischerin vom Bodensee, dem altbekannten Prosit der Gemütlichkeit bis hin zu Bon Jovi-Hits rissen sie die Festgemeinde mit. Kaum ein Oktoberfestbesucher konnte sich noch auf den rund 280 Bierbänken halten.

Theresa Hafner verzaubert das Publikum

Mit „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ verzauberte Sängerin Theresa Hafner vom Musikverein das Publikum. Einlagen wie der Sägewettbewerb, bei dem auch CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Burger teilnahm, sorgten für zusätzlichen Spaß und Feierlaune. Nebenbei konnten sich die Gäste an der Bar mit verschiedenen Longdrinks erfrischen. Mit „I sing a Liad für di“ legte dann ab 0.45 Uhr Daniel Remensperger alias DJ Remi für die Gäste auf. Der Übergang war nahtlos. Die Mischung aus Schlager und Partymusik heizte den Besuchern bis in die frühen Morgenstunden ein.

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