Ehoch4-Workshop erfolgreich beendet

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Innerhalb von einer Woche haben die Studenten der HTWG Konstanz Konzepte für die Gebäude auf dem Eoch4-Gelände erarbeitet.
Innerhalb von einer Woche haben die Studenten der HTWG Konstanz Konzepte für die Gebäude auf dem Eoch4-Gelände erarbeitet. (Foto: Kuhlmann)
Schwäbische Zeitung

Der erste Workshop mit Studenten der HTWG Konstanz auf dem Ehoch4-Gelände in Hohentengen ist beendet. Für Professor Thomas Stark war die einwöchige Veranstaltung in zweierlei Hinsicht ein Erfolg: Sowohl die organisatorischen Rahmenbedingungen im Akademiegebäude als auch die inhaltlichen Ergebnisse hätten gepasst. Eine Wiederholung sei gewünscht, die Weiterentwicklung einzelner Projekte angedacht.

„Das Gebäude war für unsere Zwecke mit Lehr- und Besprechungsräumen sowie den Zimmern, in denen wir übernachtet und gegessen haben, wirklich gut geeignet“, fasst Thomas Stark zusammen. Auch von den Studenten habe er positive Rückmeldungen erhalten. Noch wichtiger sei allerdings, dass die Studenten „kreative und spannende Ansätze“ erarbeitet hätten, deren Weiterverfolgung sich in einzelnen Fällen lohne.

Nach einer Besichtigung des Geländes und einzelner Gebäude der ehemaligen Oberschwabenkaserne hatten sich immer zwei Studierende in Teams zusammengefunden, um solare Konzepte für die Gebäude zu entwerfen (die SZ berichtete). „Traditionell beschäftigen sich Architekten nicht mit der Energieversorgung der Gebäude, die sie planen“, so Stark. „Wir wollen uns nicht allein mit der solaren Aktivierung der Gebäudehülle beschäftigen, sondern auch einen gestalterischen Mehrwert erzielen.“

Dies sei den Studenten, die sich in einer bunten Mischung aus Anfängern und Studenten höherer Semester zusammen setzten, durchweg gelungen. So hatten die Gruppen sich nicht nur mit dem Ziel beschäftigt, dass sich die Gebäude durch Photovoltaik- und Solarmodule selbst versorgen sollen, sondern auch damit, trotzdem gestalterisch attraktiv zu werden. Zwei Studentinnen hatten etwa eine Holzfassade mit Solarlamellen kombiniert und so eine ansehbare Abwechslung aus vertikalen und horizontalen Linien geschaffen.

Prototypen entwickeln

Thomas Stark könnte sich nun vorstellen, einzelne Ideen als Prototypen auf dem Ehoch4-Gelände umzusetzen. Abhängig wäre das natürlich von den Plänen, die Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen verfolge. „Die Frage wäre, ob wir mit unseren Gruppen trotzdem auf das Gelände dürften“, so Stark. Prinzipiell seien er und seine Mitstreiter nicht nur an den Wohngebäuden, sondern vor allem auch an den Gestaltungsmöglichkeiten für die Hangars interessiert. „Wir könnten Prototypen mit Vorbildcharakter für die Zukunft schaffen“, sagt er. Dazu müsse zunächst ein Partner gefunden werden, der die entsprechende Solartechnik zur Realisierung beisteuern kann und sich auf eine Kooperation einlassen möchte. „Wenn jemand an diese Art von gebäudeintegrierter Solartechnik glaubt, könnten wir ihm das Referenzobjekt zur Anschauung auf dem Ehoch4-Gelände schaffen“, so Stark. Da es derzeit nur wenige Unternehmen in diesem Bereich gäbe, hänge die weitere Arbeit stark von einem interessierten Partner ab.

„Wir wollen schon bald wieder mit einer Gruppe vor Ort sein“, so der Professor. Genauere Absprachen will er mit Jürgen Gaugel treffen, sobald dieser wieder vor Ort ist.

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