„Die Verzögerungen sind sehr kräftezehrend und nervig“

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Schwäbische Zeitung

Dass mit den Arbeiten für das neue Rathaus in der Ortsmitte begonnen wurde und der Bauunternehmer Manfred Löffler sein neues Bürogebäude in der Göge bezogen hat, sind für Hohentengens Bürgermeister Peter Rainer die Höhepunkte des vergangenen Jahres gewesen. Worauf er sich nun freut und was er sich für das neue Jahr vorgenommen hat, hat er der „Schwäbischen Zeitung“ verraten.

Welche Schulnote würden Sie als Bürgermeister dem Jahr 2018 geben und warum?

Es war ein gutes Jahr, wir konnten einiges bewegen und blieben vor Katastrophen bewahrt.

Woran erinnern Sie sich am liebsten zurück?

Es gab nicht das eine herausragende Ereignis, sondern viele wichtige Schritte zur positiven Weiterentwicklung unserer Gemeinde: Sanierung von Hauptstraße und Schulstraße sowie der Baubeginn für das künftige „Rathaus Ortsmitte“. Ein Höhepunkt im Jahr 2018 war sicher die Einweihung des neuen Bürogebäudes des Bauunternehmens Manfred Löffler.

Was würden Sie kommunalpolitisch aus Ihrem Gedächtnis streichen?

Die Verzögerungen beim Neubau des Schulgebäudes waren beziehungsweise sind sehr kräftezehrend und nervig. Aktuell sind alle Baufirmen extrem ausgelastet und der Fachkräftemangel ist immer deutlicher zu spüren.

Welchem Politiker würden Sie gerne mal die Meinung sagen und warum?

Ich bin kein Freund von „Politiker-Schelte“. Die meisten Mandatsträger erledigen ihre Arbeit mit hohem Engagement, großen persönlichen Entbehrungen und unter ständigem Druck einer medialen Öffentlichkeit. Die Politik steht immer mehr im Spannungsfeld wirtschaftlicher Zwänge, erodierender Sozialstrukturen und globaler Veränderungen einer zunehmend digitalen Welt. Dass die daraus entstehenden Kompromisse nicht jedem gefallen, muss eine Demokratie aushalten. Es gab aber durchaus von Machtkämpfen geprägte Streitigkeiten und einzelne Entscheidungen, die mit „gesundem Menschenverstand“ nicht zu verstehen sind.

Worauf freuen Sie sich denn schon 2019?

Mit der unmittelbar anstehenden Erschließung des neuen Wohnbaugebiets „Eschle“ können wir in Hohentengen bald wieder Bauplätze zum Verkauf anbieten. Das Projekt hatte sich leider durch teilweise schwierige Grunderwerbsverhandlungen verzögert. Außerdem dürfen wir uns im Mai auf das Kreismusikfest freuen, das „zamma“ mit dem 200-jährigen Jubiläum des Musikvereins 1819 Göge Hohentengen „g’feschdad“ wird. Das wird bestimmt ein tolles Fest mit der und für die ganze Gemeinde.

Mit welchen guten Vorsätzen gehen Sie ins neue Jahr?

Bei der hohen Anzahl von Projekten und Maßnahmen, die aktuell laufen, kommt die Kommunikation leider manchmal etwas zu kurz. Das möchte ich ändern, denn der Austausch mit den Mitarbeitern, mit Unternehmen, Vereinen und den Bürgern ist wichtig, um den eigenen Kurs immer wieder zu hinterfragen.

Wie wichtig sind die Kommunalwahlen Ende Mai?

Es ist überaus wichtig, dass auch in den kommenden Jahren motivierte Frauen und Männer bereit sind, sich verantwortungsvoll für die positive Entwicklung unserer Gemeinde und unseres Landkreises zu engagieren. Für unsere Kommune hoffe ich auf eine Fortsetzung der aktuell sehr konstruktiven und zielorientierten Zusammenarbeit im Gemeinderat.

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