300 Schafe mähen den Ehoch4-Rasen

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Die Schafe scheinen sich auf den Wiesen des Ehoch4-Geländes wohlzufühlen.
Die Schafe scheinen sich auf den Wiesen des Ehoch4-Geländes wohlzufühlen. (Foto: Jennifer KUhlmann)

Eine Herde Schafe lebt seit etwa zwei Wochen auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne, auf dem der Europäische Erlebnis- und Gewerbepark für Erneuerbare Energien (Ehoch4) entstehen soll. „Ehoch4 beschäftigt 300 Landschaftspfleger“, heißt es auf der Homepage des Projekts. In der Tat hat Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel die Tiere vor allem aufgrund ihres Hungers angeschafft. „Sie halten die Wiese unter und um die Fotovoltaikanlage kurz“, sagt er.

Die 300 Tiere stammen von einem Züchter von der Schwäbischen Alb und werden die nächsten Monate auf dem Gelände verbringen. „Sie finden hier genug zu fressen und wenn es in der Sonne zu warm ist, können die Schafe sich in den Schatten der Module legen“, so Gaugel. Die sind extra so aufgestellt worden, dass die Tiere bequem darunter herlaufen können.

Der Landwirt, der sich um die Flächen auf dem Ehoch4-Gelände kümmert, muss die Tiere lediglich tränken und den mit Elektrozaun umgebenen Bereich, in dem sich die Herde aufhalten darf, hin und wieder verlegen, damit ausreichend Futter vorhanden ist. Wenn die Tiere alt genug sind, werden sie weiterverkauft und durch jüngere Tiere ersetzt. „Wir haben so einen ökologischen Rasenmäher“, sagt Gaugel.

Neben den Schafen gibt es auf dem Gelände zahlreiche Vögel. „Drei Störche kommen uns regelmäßig besuchen und zwei Rehkitze habe ich auch schon gesehen“, erzählt Gaugel. Zukünftig sollen sich aber auch Bienen auf dem Gelände wohlfühlen. Zusammen mit dem BUND hat Gaugel eine Saatmischung für eine Blumenwiese ausgewählt, die Bienen besonders gefällt. 25 000 Quadratmeter sind eingesät worden. „Das wird eine prächtige Wiese geben“, freut sich Gaugel. Im Moment wachsen die Blumen zwar schon, Blüten sind aber noch keine zu sehen.

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