Zauberer, Feen und Hexchen tanzten beim Felsaschluper-Kinderball

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Was für die Erwachsenen der Bürgerball ist, ist für die jüngsten Narren die Kinderfasnet. Immer noch mehr Stühle und Tische mussten am Sonntagnachmittag in der Laucherttalhalle aufgestellt werden. Dem Narrensamen zu zeigen, wie man Fasnet feiert und sie gleichzeitig in den Mittelpunkt der Gemeinschaft zu stellen, fand großen Zuspruch. Nicht nur die Eltern, auch die Großeltern sowie Onkel und Tanten waren gekommen, um die kleinen Zauberer, Prinzessinnen oder Cowboys und Hexen zu bewundern. Wie schon bei den anderen Veranstaltungen der diesjährigen Fasnet bewiesen, hat die Übergabe auf einen jungen Zunftrat, der sich sicher noch an die eigene Begeisterung erinnert, bestens geklappt.

Zunftpräsident Tobias Liener stellte nach dem Einmarsch fest: „So viele waren es noch nie, wir überlegen schon, ob wir an der Tür ein Schild aufstellen: Wegen Überfüllung geschlossen.“ Und dann bat er alle Kinder vor die Bühne: „Damit wir durchzählen können, ob die Schokolade reicht.“ Sie reichte, jedes Kind, ob auf oder vor der Bühne, konnte sich am Ende des Mittags eine Tafel und Bonbons mitnehmen.

Hexenmusik und Gardetanz

Zuvor gab es ein reichhaltiges Programm, das vom Zunftrat und Helfern abwechselnd moderiert wurde. Die bekannte und beliebte Hexenmusik, der flotte Gardetanz mit Bonbonwurf und der schaurig-schöne Show-Tanz des Kinderturnens kannten ein Teil der Erwachsenen bereits vom Bürgerball, die Kleinen standen an der Bühne und staunten. Ein Highlight der Kinderfasnet war der Auftritt der Jüngsten. Die Erzieherinnen marschierten mit den Zwei- bis Fünfjährigen des Schlosskindergartens ein. Ihr Hexen-Zauber-Tanz wurde gebührend bejubelt. Die Kinder winkten von der Bühne, wenn sie in der Menge ihre Eltern ausmachen konnten.

Dann stellten sie sich auf und die Kindergartenleiterin Heidrun Munz ließ jedes Kind ins Mikrofon sagen, wie es heißt und wo es wohnt, damit die Zugehörigkeit oder das „wem gehörst du?“ geklärt ist. Ein Teil der Kindergartenkinder kommt von Inneringen oder Gammertingen. Schön anzuschauen waren auch die Hettinger und Inneringer Kinder der „Tanztiger“ vom Sportverein, die mit mehr oder weniger Temperament ihre Kreise drehten und als Zugabe das „Fliegerlied“ gaben: „Heut’ ist so ein schöner Tag.“ Der zahlreiche Hexennachwuchs brachte mit ein paar großen Hexen, die mit ihren Masken das eine oder andere Kind vorübergehend vom Bühnenrand vertrieben, Akrobatisches ins Programm. Der Show-Tanz der Garde beschloss mit zweibeinigen Wildtieren und „afrikanischen“ Schönheiten das Programm: „This time for Africa.“

Die Kinder hatten Spaß: Sie siegten natürlich wieder beim traditionellen Seilziehen, fanden ihren Sieger bei der „Reise nach Jerusalem“ und drehten mit Zunftrat und Garde eine Polonaise durch die Halle.

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