Vorstandstrio bringt frischen Wind

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 Die mittlere Garde eröffnet das Programm mit ihrem Garde-Tanz. Sie stellt unter Beweis, dass der tänzerische Nachwuchs gesicher
Die mittlere Garde eröffnet das Programm mit ihrem Garde-Tanz. Sie stellt unter Beweis, dass der tänzerische Nachwuchs gesichert ist. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Das neue Vorstandstrio der Kohlrabenzunft hat mit kleinen, aber feinen Umgestaltungen frischen Wind in den Bürgerball gebracht. Linda Sprissler war dabei Hauptverantwortliche der Neugestaltung der Dekoration und der Hallenaufteilung mit der integrierten Bar. Es gab auch eine Fotobox, die den Gästen im Laufe des Abends viel Freude bereitete und die rege genutzt wurde.

Im Eingangsbereich wurden die Gäste zunächst durch eine düstere Gasse geschleust, ganz dem Motto „Die Unterwelt im Kohlrabenstädtchen“ entsprechend. Daher erschienen auch zahlreiche Gäste als Diebe, Ganoven, Halunken oder leichte Mädchen – aber auch Ratten waren zu sehen.

Der Einzug der imposanten Narrenschar mit den vielen Gardemädchen der insgesamt vier Tanzgarden und den Blaumännern wurde angeführt von dem Vorstandstrio Manuel Teufel, Louis Sauter und Nadine Berner.

Trio begrüßt das Publikum in Versen

In Versen begrüßte das Trio die Gäste, ehe Sabine Grom die abendliche Moderation übernahm. Die mittlere Garde eröffnete das Programm mit ihrem Garde-Tanz und stellten unter Beweis, dass der tänzerische Nachwuchs gesichert ist. Die zu hörenden Gedanken von Patienten und vom Arzt in einem Wartezimmer stellten die Frauen der Frauengemeinschaft mimisch und gestikulierend dar, wo so manche Ohrfeige fällig wurde.

Die Extraklasse der großen Garde mit ihrem Garde-Tanz und anspruchsvollen Schrittkombinationen war wiederum eine Augenweide. Wolfgang Reiser gab den „Gelben vom Ort“ und entlarvte wie jedes Jahr die Missgeschicke, die im vergangenen Jahr passiert sind. In der Pause und auch im Anschluss an das Programm sorgte Andreas Dangel für gute Unterhaltungsmusik.

Männer schwingen Bierkisten im Takt

Bei der Kostümprämierung erhielten per Publikumsentscheid „Die Rocker vom Hells Woiza“ den meisten Applaus und siegten klar. Was passiert wenn der Zunftrat auf dem Kiez auf die Mafia trifft stellten die Blaumänner im Rotlichtmilieu tänzerisch dar.

Auch der Banküberfall von den Ausschreiern förderte einige Verfehlungen zutage, was vermutlich vom jeweiligen „Täter“ lieber unter den Teppich gekehrt worden wäre. Im Neonlicht tanzten die Feuerwehrfrauen als mexikanische Hühner, ehe die zweite Pause angesagt war. Wortreich und absolut lustig erklärte Daniel Teufel, was es mit der einen Rippe zu viel auf sich hat, die Adam dem lieben Gott zur Verfügung stellt und das Fazit daraus.

Männer des Urhellmuseums schwangen ihre Bierkisten im Takt, und anschließend betrat Niklas Birkle als „Dr Ma vom Amt“ die Bühne. Er inspizierte die renovierte Albhalle akribisch und stellte diverse Mängel fest, bestätigte allerdings in Summe ein gelungenes Resultat.

Mit ihrem Show-Tanz „Gefangen im Eis“ bezauberte die große Garde nochmal das Publikum und animierte dieses im Anschluss gleich noch zum Flashmob zu „A Mann für Amore“. Fulminant und klangreich wie immer bildete die Guggenmusik unter der sicheren Leitung von Marc Fritz den letzten Programmpunkt, und dem weiteren Fasnetstreiben stand für die nächsten Stunden die Türen auf.

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