Raum schaffen für neue Ideen

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Sibylle Ritter bereitet sich auf die Lichtung vor.
Sibylle Ritter bereitet sich auf die Lichtung vor. (Foto: Gabriele Loges)
Gabriele Loges

Die Künstlerin Sibylle Ritter wird vom 13. bis 15. September ihr Studio Fundort zu einer sogenannten Lichtung öffnen. Einiges von dem, was sich bei ihr an Selbstgeschaffenem angesammelt hat, möchte sie bei einem ansprechenden Zusammentreffen von Mensch und Handwerk zu Sonderkonditionen weitergeben.

Es gibt verschiedene Arten, die Bestände zu lichten; man stellt etwas her, so Sibylle Ritter, und kann es zeigen, danach kann man es in Kisten verpacken und lagern oder man kann das Geschaffene verkaufen. Ein passender Marktplatz ist für sie diesmal der Ort, an dem sie auch arbeitet, sagt sie: „Ich produziere, ich zeige es und verkaufe und kann deshalb weiter produzieren.“ Anlass für diesen Schritt war unter anderem der Entschluss, im nächsten Jahr wieder am „Tag der offenen Töpferei“, der im März 2020 deutschlandweit stattfindet, teilzunehmen. Vor allem hierfür möchte sie ihre Räume lichten. Denn Ritter hat für diesen Tag schon etwas vor Augen: Die Vertiefung in einen alltäglichen Gegenstand, der immer wieder neu gedacht wird und doch ihre eigene Handschrift tragen wird, sei für sie spannend. Diesmal wird es unter anderem der Teller sein.

Wenn Sibylle Ritter aus ihrem Lagerbestand Einzelstücke anbietet, möchte sie sich gleichermaßen von anderen Dingen trennen, die nicht in ihrer Werkstatt entstanden sind: „Es wird facettenreich, man wird hier viel Schönes entdecken.“ Alle ins Licht des Spätsommers gerückten Gegenstände kann man einfach nur anschauen und sich daran freuen, oder aber man kann das Gesehene erwerben und mit nach Hause tragen. Die Besucher können sozusagen in ihrem Fundort ernten. Auch deshalb hat sie den Herbst gewählt und öffnet am 21. September noch einmal ihr Haus.

Neben der Auseinandersetzung mit dem Thema Teller wird Ritter als nächstes Kurse über die Akademie Laucherttal in ihrem Atelier anbieten. Sie wird dabei die Menschen zum eigenen Tun hinführen. Einer dieser Kurse heißt „Schenk deiner Pflanze einen Topf“, in einem anderen wird etwas „Eigenes und Ungewöhnliches“ für vier Kerzen geschaffen. Am 9. November bietet sie an, Engel zu formen: „Wie ein Engel aussieht, weiß niemand so recht, aber wer einen Engel formt, gibt ihm Gestalt, vielleicht mit Flügeln oder auch ganz anders.“

Die Kursteilnehmer sollen dabei Eigenes entdecken. Ritter möchte sie auf ihrem jeweiligen Weg lediglich begleiten und die handwerklichen Schritte zeigen. Sie sei selbst gespannt, ob diese Kurse angenommen werden. Doch zuerst lädt sie zur „Ernte in angenehmer Atmosphäre bei Getränken und Snacks“, wie sie sagt, in ihre Räume in der Alten Schule Inneringen ein.

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