Rückblick in 150 Jahre Feuerwehrgeschichte

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Der Hettinger Kommandant Marc Fritz (links), Hettingens Abteilungskommandant Bernd Friedrich (Mitte) und Bürgermeisterin Dagmar
Der Hettinger Kommandant Marc Fritz (links), Hettingens Abteilungskommandant Bernd Friedrich (Mitte) und Bürgermeisterin Dagmar Kuster schauen bei der Jubiläumsfeier auf eine lange Feuerwehrgeschichte zurück. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

„Die Feuerwehr ist die sozialste Form der Gesellschaft“, sagte Marc Fritz, Kommandant der Feuerwehr der Stadt Hettingen, in seinem Grußwort im Rahmen eines Stehempfangs, zu dem die Stadt Hettingen und die Abteilung Hettingen anlässlich ihres Jubiläumsjahres eingeladen hatten.

Die örtliche Blasmusikkapelle mit ihrem Dirigenten Daniel Brehm eröffnete den Empfang mit passenden Klängen. Bürgermeisterin Dagmar Kuster blickte in ihrer Ansprache auf die wesentlichen Stationen der 150-jährigen Feuerwehrgeschichte zurück, die bereits im Jahr 1866 mit der Anschaffung einer Handpumpe begann. Drei Jahre später wurde das Feuerlöschwesen mit der Gründung der Hettinger Feuerwehr in geordnete Bahnen gelenkt.

Neues Löschfahrzeug macht Kameraden stolz

Die imposante Aufreihung um die Feuerwehrgeschichte mit wegweisenden Stationen, wie beispielsweise dem Bau des Feuerwehrgerätehauses im Jahr 1986, beendete Dagmar Kuster mit der aktuellen Neuanschaffung eines Löschfahrzeugs vom Typ LF 10. Seit zehn Tagen ist das Fahrzeug ganzer Stolz der Hettinger Kameraden. „Bisher sprachen wir vom Mercedes mit seinen 52 Dienstjahren, wenn die Rede vom neuen Fahrzeug war. Seit knapp zwei Wochen haben wir mit dem LF 10 ein wirklich nagelneues Fahrzeug im Gerätehaus stehen“. So drückte Abteilungskommandant Bernd Friedrich seinen Stolz aus, verbunden mit dem Dank an Stadt und Gemeinderat für die Beschaffung. Es bereite sehr viel Freude, mit dem neuen Löschfahrzeug zu üben, so Friedrich. Kommandant Marc Fritz stellte in seinem Grußwort jedoch klar, dass die Wehr trotz enormen technischen Fortschritts immer den Mensch brauche, der sich der verantwortungsvollen Aufgabe eines Feuerwehrkameraden stelle.

Gottesdienst mit Fahnenabordnung und Chor

Am Samstag versammelte sich die Feuerwehr auf dem Friedhof zur Totenehrung ihrer verstorbenen Kameraden. Beim Kriegerdenkmal wurde eine Kerze mit dem Logo des 150-jährigen Jubiläums feierlich abgestellt. Die Alterswehr wurde für diesen Anlass mit dem Opel Blitz zum Friedhof gefahren und zum anschließenden Gottesdienst in die Hettinger Kirche. Notfallseelsorgerin Maritta Lieb hatte einen Gottesdienst vorbereitet, welcher Elke Gerlich zelebrierte, da Lieb krankheitsbedingt verhindert war.

Würdig umrahmt wurde der Gottesdienst vom Karl-Otto-Fetzer-Chor, auch Trumpf-Chor genannt, sowie vom Kinder- und Jugendchor Popcorn. Die Hettinger Kameraden konnten neben ihrer eigenen Fahnenabordnung auch Abordnungen benachbarter Wehren begrüßen. Schon die jüngsten Nachwuchskräfte der Wehr gestalteten den Gottesdienst mit einem Gedankenspiel rund um den heiligen Florian und das ganze Löschwesen mit.

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