Podcast „Sag's Pauly“: Eine Schäferin, ihre Schutzhunde und der Wolf

Lesedauer: 7 Min
Digitalredakteurin

Claudia Hospach ist Schäferin in Inneringen im Landkreis Sigmaringen. Mit ihrem Mann hält sie im Nebenerwerb eine Herde mit 300 Schafen, 100 Lämmern und 50 Ziegen - eine vergleichsweise kleine Herde. Sieben spezielle Herdenschutzhunde bewachen die Tiere und leben mit und zwischen ihnen.

Seit 1996 gibt es wieder Wölfe in Deutschland. In Baden-Württemberg gibt es einen, der sein festes Revier im Schwarzwald hat, in Bayern sind zwei einzelne Tiere zuhause. Doch insgesamt hat die Zahl der Wildtiere stark zugenommen - die Schätzungen variieren von 600 bis 1300 Tieren, die größte Zahl lebt in Rudeln im Osten der Republik. 

Der Wolf als Politikum

Seit Jahren ist der Umgang mit den Tieren ein Politikum: Naturschützer freuen sich über seine Rückkehr, Tierhalter sind besorgt. Obwohl seit Jahrzehnten kein Mensch von einem Wolf getötet wurde, gibt es das Bild vom grausamen Raubtier - und wenn es um Schafe geht, ist das auch nicht unberechtigt, denn vom Wolf gerissen zu werden, ist ein qualvoller und langer Tod für ein Tier. 

Viele offene Fragen: Wer zahlt, wenn die Herde ausbricht?

Doch es geht Claudia Hospach gar nicht so sehr um den Wolf; dass er zurückkehrt, ist ohnehin nicht zu vermeiden. Frustriert ist sie über die Politik, die sich einfach nicht rechtzeitig gekümmert habe - und viele Fragen offen lasse. Selbst wenn der im Juni vorgeschlagene Kompromiss verschiedener Verbände zum finanziellen Ausgleich und zur Tötung von angriffslustigen Wölfen durchgesetzt werde, reiche dieser bei Weitem nicht aus. So sei zum Beispiel nicht geklärt, wer für Schäden zahle, wenn die Herde wegen eines Wolfangriffs aus dem Zaun ausbricht.

Wie sie und ihre Familie mit der Bedrohung durch den Wolf umgeht, welche Kritik sie übt, welche Erfahrungen sie mit den Herdenschutzhunden gemacht hat und warum sie als große Tierfreundin trotzdem für den Abschuss von Wölfen ist, darüber spricht Claudia Hospach hier: 

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