Musikverein Hettingen feiert Frühlingsfest

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Sabine Rösch

Das große viertägige Frühlingsfest des Musikvereins Hettingen ist erneut Ziel zahlreicher Wandergruppen, Familien, Blasmusikfreunde und Liebhaber guter Hausmannskost gewesen. Nach dem Festsonntag waren alle Helfer zwar platt, aber zufrieden. „Jetzt machen wir erst einmal Pause“, sagt der Musikvereinsvorsitzende Frank Businger nach den durchweg erfolgreichen Festtagen.

Das Fest begann mit einem gut angenommenen Feierabendhock am Vorabend von Christi Himmelfahrt in einem voll besetzten Zelt. Im Vorfeld hatte der Musikverein ortsansässige Firmen angeschrieben, die Mitarbeiter eingeladen und entsprechend viele Plätze reserviert. „Ab 16 Uhr füllte sich das Zelt. Für viele Firmen ist unser Feierabendhock schon fester Bestandteil des Frühlingsfests“, sagte Frank Businger. Die Firmen wiederum genießen den Service der Musiker und laden ihre Angestellten gerne zu Getränk und Vesper bei musikalischer Unterhaltung mit den Neufraer Dorfmusikanten ein.

Am Vatertag ging es dann schon früh morgens weiter. Schließlich sind die Hettinger Musiker auch gute Köche und bereiten die leckere Auswahl auf der Speisekarte größtenteils selbst zu. Mit Frank Busingers Vater Roland, der als Küchenchef eingesetzt war, bewältigte ein eingespieltes und bewährtes Team locker den Ansturm der Gäste – und dieser war erneut enorm. Zahlreiche wanderfreudige Väter oder solche, die es noch werden wollen, aber auch Damengesellschaften, trudelten laufend mit ihren Bollerwagen oder anderweitigen Gefährten ein. Um das Festzelt war mit der Hüpfburg und dem Menschenkicker, den das Gymnasium Gammertingen zur Verfügung stellte, buntes Treiben für Klein und Groß geboten. Im Festzelt gab es blasmusikalische Unterhaltung und das beliebte Kinderschminken. Als Zeltchef war Frank Businger an seiner gelben Schildmütze in der sonst in rot gekleideten emsigen Helferschar gleich zu erkennen und immer sofort zur Stelle.

Jugend mit erfolgreicher Premiere

Das Freitagsmotto „Schwabenhock im Dirndlrock“ stand traditionell im Zeichen von feschen Dirndln und zünftigen Lederhosen und wurde von vielen Gästen befolgt. Die Jugendkapelle „Around the Sound“ eröffnete den Abend und meisterte erfolgreich den ersten Auftritt mit ihrem neuen Dirigenten Simon Lieb. Einen blasmusikalischen Leckerbissen gab es anschließend mit der „Fehlataler Blasmusik“. Die begeisterten Vollblutmusiker, die sich vor zehn Jahren aufgrund der gemeinsamen Affinität zur böhmischen Polka-Blasmusik aus der Jugendkapelle Burladingen gegründet hatten, mauserten sich zu einer professionellen Formation und sind damit eine Bereicherung und ein Stimmungsgarant für jedes Fest. So auch in Hettingen: Erst nach Mitternacht durften die traditionell in Tracht spielenden jungen Männer, so gehört es sich für die böhmische Blasmusik, die Bühne verlassen.

Zwischendurch gab es eine Riesengaudi bei den schwäbischen Festspielen. Nach einem Aufwärmtrinkspiel galt es, Tennisbälle aus einem riesigen Strohlager herauszufischen. Schnelle Reaktion war gefragt, wenn Moderator Frank von der vierköpfigen Mannschaft beispielsweise drei Hände und vier Füße sehen wollte. Am Ende der Spielerunde waren der Hettinger Schützenverein und der Narrenverein gleichauf, sodass es zwei erste Sieger gab.

Der Samstag diente den fleißigen Musikern zur Erholung. Am Sonntag bewirteten diese dann noch einmal zahlreiche Gäste im Festzelt. Zuvor hatte Pfarrer Hubert Freier einen Zeltgottesdienst gehalten. Preise wie ein Wellnesswochenende oder Essens- und Massagegutscheine gab es zum Festabschluss bei der Tombola zu gewinnen.

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