Lückenschluss für schnelles Internet zwischen Trochtelfingen und Sigmaringen

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Hettingens Kämmerer Werner Leipert (hinten) informiert sich vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten.
Hettingens Kämmerer Werner Leipert (hinten) informiert sich vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Mehrere riesengroße Kabeltrommeln auf dem Parkplatz des Inneringer Sportplatzes prägen momentan das Ortseingangsbild – allerdings nur vorübergehend. Denn mit der Verlegung dieser Leerrohre, die in Inneringen bereits begonnen hat und in Hettingen demnächst ebenfalls startet, werden die Trommeln nach und nach auch wieder verschwinden. Die ausführende Firma rechnet mit zwei Monaten Bauzeit auf Hettinger Gemarkung.

„Die Baumaßnahme ist keine städtische“, sagt Hettingens Kämmerer Werner Leipert. Selbstverständlich sei die Stadt aber im Vorfeld der Arbeiten darüber informiert worden. Schließlich müsse sie die öffentlichen Wege zur Verfügung stellen und Absprachen bezüglich der Trassenführung treffen.

Die ausführende Firma Gasline beziehungsweise ihr Subunternehmen IBZ Kabel- und Leitungsbau arbeitet im Auftrag verschiedener Internetanbieter und verlegt Deutschlandweit ein Glasfasernetz für eine zukunftssichere Breitbandversorgung. In den nächsten Monaten arbeitet der Trupp aus Berlin mit Verlegung von Leerrohren am Lückenschluss zwischen Trochtelfingen und Sigmaringen.

Rohre bis zur Gemarkung Bingen

In Inneringen führt die Verlegung der Leerrohre von der Gemeindeverbindungsstraße Hettingen-Inneringen kommend in südöstlicher Richtung am Ort vorbei zum Funkmasten Hühnerbühl, über die Veringer Straße im Gewann Eck und zum Funkmasten Hohwieshof auf der Gemarkung Bingen.

Weil die Albhochfläche bei Inneringen doch nicht so steinig ist wie ihr gerne nachgesagt wird, sondern überwiegend lehmig, hatten die Bauarbeiter bereits mit den ersten Unwegsamkeiten zu kämpfen: Wie der Vorarbeiter erklärt, kamen sie mit ihrer Fräse nicht richtig voran, da der Lehm die Maschine ständig verklebte. Daher kam eine andere Maschine zum Einsatz, die den etwa knapp einen Meter tiefen Graben nun pflügt.

Wenn die Maßnahme in Inneringen abgeschlossen ist, werden die Leerrohre in Hettingen verlegt. Zwischen Hettingen und Inneringen bestehen bereits Leerrohre, die vor etlichen Jahren von der Stadt verlegt wurden. Im Hettinger Stadtgebiet ist die Trasse eng gesteckt und bietet kaum Ausweichmöglichkeiten, da die bestehenden Kabelverzweiger angefahren werden müssen. Das bedeutet, dass die Rohre überwiegend innerorts, kommend von Gammertingen bei der Tunnelhalde entlang der Breitestraße Richtung Hauptstraße, verlegt werden.

Im Gemeinderat wurde angeregt, die Trasse entlang der Bahnschienen zu verlegen, was aber laut Bahn und Baufirma technisch nicht umsetzbar ist. „Wenn alles fertig ist, werden im Stadtgebiet insgesamt gut zehn Kilometer Leerrohre für Glasfaserleitungen verlegt worden sein“, sagt Werner Leipert. „Die Einblasung von Glasfaser soll laut der Netzbetreiber auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.“

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