Kleine Hexen kommen bei der Kinderfasnet groß raus

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Die Großen zeigen dem Narrensamen, wie man Stimmung in die Festhalle bringt.
Die Großen zeigen dem Narrensamen, wie man Stimmung in die Festhalle bringt. (Foto: Gabriele Loges)
Schwäbische Zeitung

Bei der Kinderfasnet in der gut gefüllten Laucherttalhalle haben die Kleinen mit ihren Eltern und dem ganzen Dorf Fastnacht gefeiert. Andreas Stauss und Robin Litschko führten als Zunftrat-Garde-Paar charmant und kameradschaftlich durch das Programm. Aber auch die Zunfträte und Gruppenführer waren eifrig dabei, den Kindern einen besonderen Nachmittag zu bieten.

Die Kleinen feierten eine Party und hatten sich als Prinzessinnen, Piraten oder Hexen schick gemacht. Die großen Narren machten vor, wie und warum sie jedes Jahr Fastnacht feiern. Schließlich gilt es immer aufs Neue, den Narrensamen für die Zukunft des Vereins und des Zusammenlebens tauglich zu machen. Verkleiden gehört zur Fasnacht, und so traten die beiden Conférenciers, deren Kindheit noch nicht allzu lange vorbei ist, in Zunftratsrobe (Andreas Stauss) und Gardekleidchen (Robin Litschko) auf.

Nach dem Einmarsch der Hexenmusik und dem Einzug der Garde begrüßte Zunftpräsident Tobias Liener die Gäste und hieß die Kleinen, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen, nach vorne kommen. Eine Abordnung der Hexenmusik sorgte danach nochmal lautstark für die richtige Stimmung. Der Nachwuchs übte dabei fleißig mit.

Zunftratshüte „sichergestellt“

Auch um die Zukunft des Zunftrats muss man sich keine Sorgen machen. Denn die beiden kleinen Hexen Robin und Luis hatten am Abend davor schon zwei Zunftratshüte von Johannes Steinhart und Alex Fritz „sichergestellt“, die diese wohl „im Eifer des Gefechts“ beim Bürgerball verloren hatten. Klar, dass sie die beiden Zunfträte gut ersetzt haben und jederzeit für ein Amt bereit stehen.

Zuerst tanzte die junge Garde, danach hieß es Bühne frei für die allerjüngste Garde. Unter der Leitung von Sarah Steinhart und Laura Wessner erzählten sechs Piratenbräute tanzend von den Gefahren auf hoher See. Am Schluss warfen sie leckere Goldmünzen ins Publikum. Mit einem Spiel aus dem Dschungelbuch zogen die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen ein. Als Tiger, Löwen oder Zebras zeigten sie allerlei Kunststückchen und tanzten zur Freude der Gäste „Wenn der Elefant in die Disco geht“. Schon am Vorabend hatten die Nachwuchs-Hexen ihre Pyramiden und Hexenbollen als Ersatz für die Großen präsentiert. Auch jetzt erhielten sie viel Beifall für ihr artistisches Können und die Choreographie von Nadine Businger. Begeistert schauten die Kleinen und Großen danach der Garde zu, die wie am Vorabend mit ihren rotgepunkteten Röcken die Zeit – an diesem Mittag die der Großeltern – hochleben ließen. Den Körperteile-Blues machten die amtierenden Narren vor, und die Kleinen danach mit großem Eifer mit.

Beim Seilziehen und bei der traditionellen „Reise nach Jerusalem“ hatten die Zunfträte und Gardevertreter keine Chance. Die Kleinen waren einfach zu stark und zu schnell. Der Vertreter der Felsenschlupfer, Simon Stauß, versuchte es zwar mit Tricks, aber am Ende landete er doch auf dem Bühnenboden. Weil manchmal zwei Kinder auf einem Stuhl landeten, mussten sie mit Schnick-Schnack-Schnuck um den Sieg feilschen. Piratin Michelle Bitzer wurde schließlich die Gewinnerin.

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