Inneringer sollen schnelle Internetanschlüsse bekommen

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 Damit Jugendliche in Inneringen künftig grenzenlos spielen können: Die Geschwindigkeit des Internets soll sich verbessern.
Damit Jugendliche in Inneringen künftig grenzenlos spielen können: Die Geschwindigkeit des Internets soll sich verbessern. (Foto: Georg Wendt/dpa)
Vera Romeu

Der Gemeinderat Hettingen hat einstimmig beschlossen, den Antrag auf Förderung zum Ausbau des Breitbands in Inneringen zu stellen. Die Investitionskosten werden auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Der Bund fördert die Kosten des Ausbaus mit 50 und das Land mit 40 Prozent. Das ergibt eine hohe Förderungsquote von fast 90 Prozent. „Nicht alle Kosten sind förderbar“, erklärte Bürgermeisterin Dagmar Kuster. Die Bundes- und Landesförderung unterstützt den Ausbau des Breitbandes in unterversorgten Gebieten. Die flächendeckende Versorgung muss unter 30 Mbit liegen.

Zusammen mit der Breitbandgesellschaft Landkreis Sigmaringen (BLS) und der Firma GeoData hat die Verwaltung die Situation in der Gemeinde analysiert. Die Untersuchung habe ergeben, dass in Inneringen, mit Ausnahme der Dullenbergsiedlung, eine flächendeckende Unterversorgung vorliege, berichtete Bürgermeisterin Kuster. Diese Unterversorgung mache es möglich, die Bundesförderung zum Ausbau zu beantragen. „Wir wollen die Chance nutzen, diesen Antrag zu stellen“, kündigte sie an.

Der Antrag auf Förderung sei sehr komplex und aufwändig. Doch seien die Kosten, die durch die Antragstellung entstehen, zu 100 Prozent förderfähig. Die Kosten liegen bei rund 50 000 Euro. Die Kostenübernahme für die Erarbeitung des Antrags wurde bereits genehmigt.

Im Vorfeld war die Firma GeoData beauftragt worden, die Voruntersuchungen zu machen und das Erkundungsverfahren durchzuführen. Weil kein Unternehmen Interesse am Ausbau in Inneringen habe, werde die Stadt, beziehungsweise die BLS, die Investition selbst tätigen, erklärte Bürgermeisterin Kuster.

In der Sitzung wurde dieses Vorhaben nicht mehr diskutiert. Das Gremium hat bereits in der Klausur mit Vertretern der BLS und der GeoData darüber gesprochen. Das Gremium war sich einig, dass die Antragstellung auf den Weg gebracht werden muss, um diese wichtige Infrastruktur, schnelles Internet als Standortfaktor für Gewerbe und Neubürger auszubauen, um Inneringen für die Zukunft zu rüsten.

Hettingen ist flächendeckend mit über 30 Mbit versorgt

Das Gebiet der Stadt Hettingen wurde ebenfalls untersucht. Es habe sich gezeigt, dass die Versorgung flächendeckend über 30 Mbit liege. Deshalb seien die Fördervoraussetzungen nicht gegeben. In den vergangenen Jahren wurden in Hettingen Investitionen für eine Erhöhung des Datenvolumens vorgenommen. Verschiedene Gewerbebetriebe in Tallage wurden individuell mit Glasfaser versorgt. Das Gewerbegebiet Langenstein ebenfalls, erinnerte Bürgermeisterin Kuster.

Aus dem Gemeinderat kam die Frage nach der Zukunft des Dullenbergs, ob auch hier die Datenmenge erhöht werden könne. Die Bürgermeister erklärte, der Dullenberg liege über den vorgegebenen 30 Mbit und gelte somit nicht als unterversorgt. Doch werde man sehen, wie im Zuge der Planungen eine Verbesserung auf eigene Kosten möglich sein werde.

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