Fischzüchter fühlt sich von den Behörden im Stich gelassen

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Hugo Strobel in seiner Fischzuchtanlage in Hausen am Andelsbach. Dort und in der zweiten Setzlingsanlage im Pfullendorfer Ortste
Hugo Strobel in seiner Fischzuchtanlage in Hausen am Andelsbach. Dort und in der zweiten Setzlingsanlage im Pfullendorfer Ortsteil Otterswang geht den Tieren zunehmend der Platz aus. „Die Situation raubt mir den Schlaf“, sagt der Fischzüchter. (Foto: Sebastian Korinth)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf
So gefährlich infektiöse hämatopoetische Nekrose für Fische ist: Auf Menschen ist das Virus nicht übertragbar. Deshalb gibt das Landratsamt auch Entwarnung, was den Zustand der Lauchert betrifft. Da Hugo Strobels Fischzucht in Hettingen Abwasser in die Lauchert einleitet, seien sicherlich auch Erreger in den Fluss gelangt, schreibt die Behörde auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Diese seien aber durch die große Wassermenge der Lauchert extrem verdünnt worden. In den Tagen nach dem Ausbruch der Viruserkrankung seien einzelne tote Fische am Wehr in Hettingen angeschwemmt worden. „Wichtig ist aber: Fische, die aus der Lauchert geangelt wurden und werden, können bedenkenlos verzehrt werden“, schreibt Klaus Bissinger, Leiter des Fachbereichs Veterinärdienst und Verbraucherschutz.

Ein Virus in seiner Anlage in Hettingen kostet Hugo Strobel 500.000 Tiere. Doch das ist nicht seine einzige Sorge.

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So gefährlich infektiöse hämatopoetische Nekrose für Fische ist: Auf Menschen ist das Virus nicht übertragbar. Deshalb gibt das Landratsamt auch Entwarnung, was den Zustand der Lauchert betrifft. Da Hugo Strobels Fischzucht in Hettingen Abwasser in die Lauchert einleitet, seien sicherlich auch Erreger in den Fluss gelangt, schreibt die Behörde auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Diese seien aber durch die große Wassermenge der Lauchert extrem verdünnt worden. In den Tagen nach dem Ausbruch der Viruserkrankung seien einzelne tote Fische am Wehr in Hettingen angeschwemmt worden. „Wichtig ist aber: Fische, die aus der Lauchert geangelt wurden und werden, können bedenkenlos verzehrt werden“, schreibt Klaus Bissinger, Leiter des Fachbereichs Veterinärdienst und Verbraucherschutz.
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