Geri mischt den Bürgerball kräftig auf

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Geri führt die Polonaise an und haut einen Fasnet-Gassenhauer nach dem anderen raus. (Foto: Cäcilia Krönert)
Schwäbische Zeitung
Cäcilia Krönert

Geri, der Ex-Klostertaler, war der Star des Abends auf dem ersten Bürgerball in Herdwangen. Mit über 350 Narren feierte der Narrenverein „Herdwanger Eselohren“ ein rauschendes Fest mit einem tollen Narrenprogramm.

„Ich bin hier für das Aufwärm-training“, ließ Geri anklingen und mit einem Sprung auf einen der Tische in der krachenden Lederhose und seinem Saxophon in der Hand heizte der Ex-Klostertaler dann so richtig ein. Das singende Instrumentengenie bewies, dass es auch ohne die sich im August 2010 aufgelösten Klostertaler weitergehen kann und rockte die Hütte.

Zur Stimmungskanone gesellt sich ein super Programm

„Wir sind extra wegen Geri hier“, erzählte Hans Lehleiter, der mit seiner Frau Elfriede aus Herbertingen angereist war. Helga Lux, seine Fanclub-leiterin, machte sich aus Kirchheim Teck auf den Weg zum Bürgerball nach Herdwangen. „Die Halle ist voll – mir findets toll“, stellte Hubert Baur zur Eröffnung des Narrenprogramms fest. Gemeinsam mit seiner Busenfreundin Resi, gespielt von Reiner Schmid, führten die beiden mit Witz und Charme durch das Programm. Die Schneller waren als Durcheinanderschwätzer der erste Programmpunkt. Die beiden Damen, die dann folgten, waren hingegen mehr als schweigsam. Sie wickelten ihre Konversation rein schriftlich ab und wickelten ihre Schriftrollen ab. Uli Oehme und Heike Baumgart zeigten, dass auch ohne Worte eine prima Unterhaltung stattfinden kann. Große Brüller kassierten die zum Teil bierbäuchigen „Waikiki-Beach-Girls“ mit ihren Baströckchen und Muschel-BHs des Männerballetts. Ungeniert tänzelten die Grazien Marcel Kaluza, Rainer Neidhart, Oliver Stehle, Werner Schmid, Gerd Stroh, Christoph Vogler und Jürgen Ostermaier übers höher gelegte Parkett, unterstützt wurden sie von Silke Vogler, die auch den Tanz mit den überaus talentierten Tänzerinnen einstudierte.

Was „Typisch Mann“ und „Typisch Frau“ ist, spielten Linda Kelly, Nadine Vogler und Thomas Warnke. Während eine Frau mit einem Köfferchen voller Mittelchen zur täglichen Körperpflege schreitet, braucht ein Mann nur eine Sache für alles, und die getragenen Socken – ja, die tun es auch noch einen weiteren Tag.

Mit „Jetzt kommen drei alte Profis, was Bühnenauftritte anbelangt“, moderierte Hubert Baur die drei gelben Engel Konrad Jäger, Bruno Büchel und Franz Braun an. Damit hat er auch nicht zu viel versprochen. Als „Navi mit musikalischer Stimme“, machten die drei gesanglich auf Radarfallen und Notsituationen im Straßenverkehr aufmerksam. Ihr größtes Hobby, und das haben die drei wohl mit vielen Männern gemeinsam, ist der Gang zum Baumarkt. „Die Bremsen los, mit Schrauben, Spax und Bits“ sangen sie aus voller Brust. „Born in the USA“, dazu tanzten die feschen Mädels aus Herdwangen und sorgten mit einer tollen Tanzaufführung für begeisterte Zuschauer.

Als krönenden Abschluss des facettenreichen Narrenballs sang Hubert Baur vom Vorstandsteam „I sing a Liad für di“ von Andreas Gabalier und legte mit seiner holden Resi noch ein Tänzchen aufs Parkett.

Im Anschluss war Geri dran, der für Bombenstimmung bis in die frühen Morgenstunden sorgte – mit Polonaisen durch den Saal über die Bühne und Gute-Laune-Hits bis zum Abwinken.

Der zweite Bürgerball findet am Fasnetmäntig, 11. Februar, um 20.01 Uhr in der Bundschuhhalle statt. Dann sind die „Blue Bears“ mit von der Partie.

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