Auftakt mit den drei Ortszünften Berggeister (Aftholderberg), Dreizipfelritter (Schönach) und Eselohren (Herdwangen) und der Fasnetskapelle Hedos. (Foto: Ingo Selle)
Schwäbische Zeitung
Ingo Selle

Die „Einpeitscher“ der drei Narrenvereine Berggeister, Dreizipfelritter und Eselohren haben am Dreikönigstag vor dem Rathaus in Herdwangen das Jubiläumsjahr auf den Weg gebracht. Das gab es bislang noch nie: Die besten Schneller sorgten gemeinsam für festliches Gedonner. In der im Juli dieses Jahres seit vier Jahrzehnten zusammengehörigen Doppelgemeinde Herdwangen-Schönach, zu der im Dreigestirn auch die Gemeinde Oberndorf zählt, gilt die festliche Vorführung gewachsenen Brauchtums der Demonstration von Gemeinsamkeit und Gemeinsinn.

Was für eine hohe – und vor allem traditionsreiche – Kunst das Schnellen ist, erfuhren die Besucher der Auftaktveranstaltung am Rande des Einschnellens. Wenn beim Schnellen unbedarfte Zaungäste (in sicherer Entfernung) die drei Kernfragen stellen: Warum macht ihr denn das? Was ist denn das für eine lange Peitsche? Wieso knallt das denn so laut? – spätestens dann war es an der Zeit zu erklären, dass um das Jahr 1782 die „Karbatsche“ erstmals im Bodenseeraum aufgetaucht war. Wenn der „Zwick“, oder auch Bändel, am Ende der Karbatsche in der gegenläufigen Bewegung die Schallmauer durchbricht, dann kommt es zum (Überschall)-Knall, so die Schneller-Experten aus den Reihen der Narrenzunft. Ob der Verein Berggeister (Aftholderberg), die Dreizipfelritter (Schönach) oder Eselohren (Herdwangen) – die Mitglieder der Vorstandsteams beleuchteten vor dem Rathaus Bedeutsames aus der Historie der jeweiligen Ortsvereine.

Fachkundig moderiert hat die Veranstaltung Bürgermeister Ralph Gerster, fetzig bedröhnt haben sie die „Hedos“. So ist die gut besuchte Veranstaltung auch ein interessanter Blick hinter die Kulissen der einzelnen Zunftgeschichten geworden.

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