„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“

Die Zimmermänner unterhalten mit ihrem Zimmermannsklatsch.
Die Zimmermänner unterhalten mit ihrem Zimmermannsklatsch. (Foto: Janine Lehleiter)
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Nach zwei Jahren Zwangspause hat die Ortsgruppe des Schwäbische Albvereins das traditionelle Maibaumstellen mit Zimmermannsklatsch sowie die anschließende Versteigerung des Baumes veranstaltet. Das ersteigerte Geld geht dieses Mal an die vereinseigene Familiengruppe.

„Hauruck, Hauruck“ – Wer das Brauchtum des Maibaumstellens auf ganz ursprüngliche Art erleben möchte, kann das jährlich in Herbertingen tun. Mit purer Manneskraft, lediglich mit Schwalben ausgestattet, haben die Mitglieder des Albvereins zusammen mit den Herbertinger Zimmermännern den Baum am letzten Abend des Aprils zum Stehen gebracht.

Musikalisch umrahmt vom Spielmannszug haben die zahlreichen Besucherinnen und Besucher vor dem Rathaus mitgefiebert. Um den erfolgreichen Akt zu zelebrieren, boten acht Zimmermänner dem Publikum einen Zimmermannsklatsch vom Feinsten – in der traditionellen Kluft und von Winfried Bellers Akkordeontalent begleitet.

Im Anschluss lud der Vorstand des Albvereins, Erwin Buchmann, zum gemütlichen Abendhock ins Stüble ein, wo auch die Versteigerung des Maibaums stattfand. Im amerikanischen Stil pries Ehrenvorstand Ludwig Döringer das Holz an und animierte die Bietenden, ihre Zwei-Euro-Stücke in den „Topf“ zu werfen. Aus allen Ecken ertönten die Gebote. „Holzmafia“ und „Der braucht das viele Holz doch gar nicht“ scherzten und neckten sich die Mitbieter*innen. So kamen 292 Euro zusammen, die der Verein dieses Jahr an die Familiengruppe spendet.

Besonders erfreulich war der Besuch einer Gruppe von ukrainischen Menschen, die derzeit in Herbertingen untergebracht sind. Diese waren der Einladung der Bürgerstiftung Herbertingen und der Ortsgruppe nahezu vollständig gefolgt. Die Gäste nutzten die Möglichkeit, die traurigen Erinnerungen an den Krieg für ein paar Momente zu vergessen, und unterstützten kräftig den guten Zweck. Dass eine davon den Baum dann tatsächlich für sich gewann, machte die Freude noch größer.

Bis in die frühen Morgenstunden wurde zur Akkordeonmusik gesungen und geklatscht. Nichtsahnend von der Missetat, dass der Maibaum in derselben Nacht auf gefährlichste Art und Weise von Unbekannten angesägt wurde. Dank des starken Zusammenhalts der Ortsgruppe war die Rettung jedoch erfolgreich. So wird der Abend allen Teilnehmenden wohl doch noch lange im positiv Gedächtnis bleiben. Ein echter Erfolg!

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