Urnenstelen sollen auf den Herbertinger Friedhöfen errichtet werden

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So sehen die Urnenstelen aus, die auf allen vier Friedhöfen errichtet werden sollen
So sehen die Urnenstelen aus, die auf allen vier Friedhöfen errichtet werden sollen (Foto: Rathaus Herbertingen)
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Voraussichtlich schon im nächsten Jahr sollen auf den vier Herbertinger Friedhöfen Urnenstelen zur Verfügung gestellt werden. Wie bei Urnengräbern, ist die Laufzeit der Grabnutzung auf 15 Jahre festgelegt. Nachdem die Standorte auf allen vier Friedhöfen bereits festgelegt wurden, ging es vor Ort auf dem Friedhof Hundersingen um Details.

Von einer Fachfirma wurden mehrere Stein- und Farbmuster für die Verschlussplatte vorgestellt. Diese, so Ortsbaumeister Rudolf Pfeifer, müsse für alle vier Friedhöfe einheitlich sein. Einstimmig legte sich der Ausschuss auf den fein geschliffenen Naturstein mit dem Handelsnamen „Paradiso light“ fest. Die Schriftart ist frei wählbar und auch kleine Bilder, Symbole und Zeichen sind zudem erlaubt. Allerdings muss die Beschriftung eingraviert und von zentraler Stelle aus gesteuert werden, wie zum Beispiel vom Rathaus, so der Ortsbaumeister.

Die unterschiedlichen Größen der Stelen bieten Platz für drei beziehungsweise vier Urnen. Hier hat man sich bezüglich der Form an den Stelen auf dem Friedhof in Altheim orientiert Jeder Gemeinde ist es überlassen, über den Farbton der Stelen selbst zu entscheiden. In Hundersingen soll die Stelengruppe farblich an die Umgebung des Standorts angepasst und in der Ausführung „Weiß Granit“ erfolgen. Hier sollen Vierer-Arrangements aufgestellt werden, von denen fünf geplant sind und im kommenden Jahr die erste davon installiert werden soll. Um die Stelengruppe herum soll ein Stahlband als Abgrenzung dienen und die Fläche innerhalb mit Kies und Split gestaltet werden. Verboten ist dabei auf allen Friedhöfen das Ablegen von Blumenschmuck und Anpflanzen vor den Stelen.

Bis zu sieben Stelen

Auf dem Friedhof in Marbach sollen bis zu sieben Urnenstelen mit jeweils vier Belegungen aufgestellt werden. Drei davon sind für das kommende Jahr vorgesehen. In einem entsprechenden Abstand zu den Urnenstelen wünscht der Ortschaftsrat Marbach ein durchgehendes Pflanzbeet, das entsprechend abgegrenzt wird. Damit soll einer eigenen Bepflanzung oder Grabschmuck entgegengewirkt werden. Bei der Wahl des Materials für den Korpus hat sich der Ortschaftsrat Marbach für den Kunststein „Kronit 04“ festgelegt, der sich auch an die Umgebung anpasst. Der Ortschaftsrat Mieterkingen hat sich für den selben Stein entschieden wie Marbach. Allerdings erfordert dort das Aufstellen der vier Einzelstelen noch auf der rückwärtigen Seite den Bau einer Stützmauer und eine entsprechende Bepflanzung zwischen beiden Bauteilen.

16 Einzelstelen sollen in einer Art Hufeisenform auf dem Friedhof Herbertingen errichtet werden. Dabei soll der Weg vor jeder Urnenstelenreihe gleich im Ganzen ausgeführt und auf jeder Seite vier Stelen als erste Maßnahme errichtet werden.

Kunststein kommt zum Einsatz

Hier kommt der Kunststein „Primero beige“ zum Einsatz, der farblich zur Kriegersäule im Bereich der Friedhofskapelle passt. Zudem ist bei allen Friedhöfen das Auftstellen von je einer Bank vorgesehen. Ferner gilt die einheitliche Nutzungszeit der Urnenstelen mit 15 Jahren. Nach Ablauf der Ruhezeit verbleibt die Asche auf dem Friedhof. Sie wird dann entsprechend in einem dafür vorgesehenen Beet oder Rasenplatz beigesetzt. Die Beschlüsse und Vorschläge sollen nun zur Beschlussfassung dem Gemeinderat vorgelegt werden.

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