Rekordergebnis an den Schwarzachtalseen

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Die Holzhütte muss einer neuen Unterkunft für das Personal weichen.
Die Holzhütte muss einer neuen Unterkunft für das Personal weichen. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

„Das war ein gutes Jahr“, so lautete das Fazit von Kämmerer Jürgen Krause aus Herbertingen bei der Versammlung des Zweckverbandes „Erholungs- und Freizeitzentrum Schwarzachtalseen“ in Ertingen, bei der das Jahresergebnis der Badesaison 2018 festgestellt wurde. Gute Witterungsverhältnisse trugen dazu bei, dass über 90 000 Gäste die Anlage besuchten, was sich vor allem bei den Parkgebühren sowie den Pachteinnahmen durch die Gastronomie positiv auswirkten. Trotz durchwachsenem Wetter „war die Anlage auch 2019 gut besucht“, so die Feststellung vom Verbandsvorsitzenden und Herbertinger Bürgermeister Magnus Hoppe.

Das Rechnungsergebnis 2018 wurde von Kämmerer Jürgen Krause festgestellt. Nach Berücksichtigungen von Ein- und Ausgaben im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt beläuft es sich auf 340 625 Euro. Dabei entfallen 274 481 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 66 144 Euro auf den Vermögenshaushalt. Mit 81 087 Euro (2017: 62 057 Euro) bilden die Parkgebühren den größten Einnahmeposten. Die Mieten und Pachten erreichen mit 29 183 Euro (2017: 25 887 Euro) ebenfalls ein Rekordergebnis. Die Fischwasserpacht blieb gleichbleibend bei 15 908 Euro. Größte Einnahmequelle bildet die Betriebskostenumlage der Gemeinden Ertingen und Herbertingen mit zusammen 94 391 Euro.

Insgesamt 59149 Euro Personalkosten im Jahr 2018

Auf der Ausgabenseite stehen Personalkosten mit 59 149 Euro und die Unterhaltung der Anlagen mit 57 241 Euro ganz oben. Mieten und Pachten verschlingen 13 067 Euro und für Nebenkosten mussten 24 173 Euro aufgebracht werden. Bei den Abschreibungen werden 56 908 Euro ausgewiesen und für Zinsen und Kredite wurden 7105 Euro eingestellt. Somit können als Allgemeine Zuführung an den Vermögenshaushalt 28 266 Euro ausgewiesen werden und der Überschuss von 8 381 wird den Allgemeinen Rücklagen zugeführt. Bei den Ausgaben aus dem Vermögenshaushalt sind die Sanierung der Außenfassade des Gebäudes mit 10 685 Euro und die Installation der E-Bike-Ladestation mit Ausgaben in Höhe von 13 850 Euro die größten Ausgabenposten im Haushaltsplan 2018 ausgewiesen. Somit weisen die allgemeinen Rücklagen 50 373 Euro aus und der Schuldenstand hat sich um 28 266 Euro verringert und weist zum Jahresende 2018 noch 244 555 Euro aus.

Die Besucher des Jahres 2018 werden auf knapp 91 000 Badegäste geschätzt, bei der diesjährigen Saison geht man von rund 84 000 Besuchern aus. Verlegt wurde dieses Jahr auch der Wohnmobilstellplatz und dieser weist nun zwölf Buchten auf. Durch diese Maßnahme hat sich die Zahl der Nutzer mehr als verdoppelt. Waren es in der Saison 2018 noch 245 Wohnmobile, die an den Schwarzachtalseen Station gemacht haben, hat sich diese Zahl in 2019 auf 513 Wohnmobile gesteigert. „Diese Investition hat sich gelohnt“, so Hoppe. Ebenfalls erfreulich sind die Pachteinnahmen durch das Restaurant. Obwohl noch kein endgültiges Ergebnis aus der Saison vorliegt, belaufen sie sich derzeit auf rund 22 000 Euro (2018: 29 100 Euro). Die Abrechnung der Parkeinnahmen ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen, da die Jahreskartenabrechnungen noch nicht vorliegen. Die Einnahmen aus den Parkautomaten am See betragen für diese Saison etwa 58 200 Euro (2018: 73 500 Euro). 5130 Euro davon gehen auf das Parken durch Wohnmobile zurück.

Für den Pächter des Restaurants „Paradies am See“, Frank Selbherr, stellte sich die vergangene Saison durchwachsen dar. Das Wetter machte es für ihn und sein Team nicht immer einfach. Von vielen Badegästen bekäme man Lobenswertes in puncto Anlage zu hören. Sei sei attraktiv und vor allem die Sauberkeit würde gelobt. Die Bitte nach längeren Öffnungszeiten sei ihm bekannt. Aber das hänge oftmals mit dem Wetter zusammen und es müsse sich auch rechnen, so Selbherr. „Es ist schwierig, für alle die richtige Lösung zu finden, aber wir sind bemüht“, so der Wirt.

Massiver Bau mit Dusche, Toilette und Umkleidekabine

Für die kommende Saison ist der Bau einer Unterkunft für die Badeaufsicht am bisherigen Standort der bestehenden Holzhütte vorgesehen. Ortsbaumeister Rudolf Pfeifer aus Herbertingen hatte dazu die Pläne gefertigt, nach denen eine sechs mal sechs Meter große Unterkunft in einfacher, massiver Bauweise mit Pultdach enstehen soll. In ihr sollen diverse Räumlichkeiten für das Aufsichtspersonal Platz finden. So zum Beispiel ein Sanitätsraum, eine Dusche sowie Toiletten und ein Umkleideraum. Wichtig dabei, so Pfeiffer, dass durch große Fenster eine Rund-um-Sicht über die ganze Freizeitanlage gegeben ist. Inklusive der erforderlichen Erschließungsarbeiten rechnet Pfeifer mit Kosten von etwa 100 000 Euro für das Vorhaben. Bis Anfang des kommenden Jahres wird das Baugesuch vorliegen, dann soll die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen. So hofft man, dass das neue Gebäude für die Schwimm- und Platzaufsicht rechtzeitig zur Badesaison 2020 fertiggestellt ist.

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