Klasse 2c erreicht zweiten Platz beim Mundartwettbewerb

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Freut sich über den Preis: Die Klasse 2c der Michel-Buck-Gemeinschaftsschule Ertingen
Freut sich über den Preis: Die Klasse 2c der Michel-Buck-Gemeinschaftsschule Ertingen (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Schüler der Klasse 2c der Michel-Buck-Gemeinschaftsschule in Ertingen sind Mundartexperten: Beim vom Arbeitskreis „Mundart in der Schule“ ausgeschriebenen Wettbewerb für Schulen erhielten sie den mit 350 Euro dotierten 2. Preis.

„Naseweis ond wunderfitzig“ – ganz im Sinne der Wettbewerbsausschreibung begegneten die Zweitklässler im Rahmen des fächerübergreifenden Projektes ihrer Mundart „Schwäbisch“. So wurde zu schwäbischen Texten gemalt, geschrieben, gebastelt und gesungen. Die Kinder lernten Heimatdichter der „Originale rund um den Bussen“ wie Beate Denzler und Hermann Rehm kennen.

Michel Buck kommt ins Spiel

Für die Michel-Buck-Gedichte „Im Horning“, „Früahling“ oder „Im Moia“ des aus Ertingen stammenden Namensgebers der Schule begeisterten sich die Schülerinnen und Schüler jedoch ganz besonders. Auch wurden die Zweitklässler selbst kreativ, in dem sie in der „Gedichtewerkstatt“ eigene Elfchen dichteten oder aber bekannte Frühlingsgedichte „ins Schwäbische“ übersetzten. Grundschüler sollen Dialekt und Standardsprache unterscheiden und passend einsetzen – so verlangt es der neue Bildungsplan, der zum kommenden Schuljahr für die Klassenstufen 1/2 eingeführt wird. Mundartdichtung und Volkslieder eigenen sich hierfür hervorragend.

Alle Schülerbeiträge wurden in einem sogenannten Lapbook gesammelt, einer Mappe, die sich mehrfach aufklappen lässt und in die allerlei Faltbüchlein, Taschen, Klappkarten und Pop-ups eingeklebt werden. So bietet das Werk der Schüler immer wieder neue Überraschungen.

Bei der Preisverleihung am Samstag, 11. Juni, an den St. Ursula Schulen in Villingen-Schwenningen lobte der Ehrenvorsitzende des Fördervereins „Schwäbischer Dialekt e.V.“, Staatssekretär a.D. und Ministerialdirektor Hubert Wicker, die preisgekrönten Projektarbeiten als überaus beeindruckende Beispiele, wie Mundart und Dialekt an den baden-württembergischen Schulen zum Thema gemacht werden können.

Überglücklich nahmen die Zweitklässler mit ihrer Klassenlehrerin Gabriele Blender die Urkunde und den mit 350 Euro dotierten zweiten Preis mit nach Hause. Ausgezeichnet wurden außerdem das Goldberg-Gymnasium Sindelfingen, die Gerhard-Jung-Schule Zell im Wiesental (beide 1. Platz), die Angenbachtalschule Häg-Ehrsberg (3. Platz), die Stefan-Zweig-Realschule Endingen sowie die Multimedia-AG der Grundschule Wendelsheim (Förder- bzw. Sonderpreise).

Getragen wird diser Landeswettbewerb von den beiden Mundartvereine „Muettersproch-Gesellschaft e.V.“ und „schwäbische mund.art e.V.“

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