Kindergarten soll in die Schule umziehen

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 Bürgermeister Magnus Hoppe und Ortsvorsteher Bernhard Obert stellen die Pläne im Ortschaftsrat vor.
Bürgermeister Magnus Hoppe und Ortsvorsteher Bernhard Obert stellen die Pläne im Ortschaftsrat vor. (Foto: Riegger)
Frank Riegger

Über die Zukunft des Schulgebäudes hat der Ortschaftsrat Marbach am Mittwochabend bei seiner Sitzung beraten. Wegen der für die Ortsentwicklung so wichtigen Tagesordnung hat eine stattliche Anzahl von Bürgern die Zuhörerreihen gefüllt.

Ein wichtiges und zukunftsträchtiges Thema für Marbach ist die Entscheidung der Nachnutzung des unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäudes. Seit diesem Sommer steht es wegen der Änderung der Schulbezirke leer. Hier sind auf 480 Quadratmetern fünf große Klassenräume und ein stattlicher Werkraum vorhanden. An das Gebäude schließt die Mehrzweckhalle des Ortes an.

Sanierung des Kindergartens würde 300 000 Euro kosten

Bei den Überlegungen nach einer zukünftigen Nutzung hat der Ortschaftsrat auch weitere Liegenschaften geprüft. Dabei wurde der Vorschlag Verlegung des Kindergartens priorisiert. Dieser besitze zwar einen vorzeigbaren, zeitgemäßen Außenbereich, das Gebäude jedoch sei veraltet. Das Ergebnis einer Gebäudebegutachtung ergab, eine Sanierung, nur mit elementaren Dingen, sei mit etwa 300 000 Euro zu veranschlagen. Dazu komme, dass viel zu wenige Plätze vorhanden seien. Heute schon stünden neun Kinder auf der Warteliste. Genehmigt seien 25 Plätze, wobei Kinder unter drei Jahren doppelt gerechnet würden.

Externe Experten berechnen den zukünftigen Bedarf für die Gemeinde Herbertingen mit deren Teilorten. Eine Grundlage für Entscheidungen für die Zukunft solle damit geschaffen werden. Marbachs Schule biete beste Rahmenbedingungen. Die Vorabprüfung mit dem Denkmalamt ergebe keine Bedenken. Zwei Ebenen seien barrierefrei gestaltbar und wenn nötig könnten auch Aufzüge installiert werden. Für ein zukunftsweisendes Kindergartengesamtpaket solle die Schule in Marbach aber gleich als Basisangebot in das Paket mit eingebunden werden. Wichtig für eine Entscheidungsfindung sei eine gemeinsame Ortsbesichtigung vom Gesamtgemeinderat Herbertingen mit dem Ortschaftsrat Marbach. Dadurch könne die Situation vor Ort gezeigt und ein objektives Bild für eine richtige Gesamtlösung geschaffen werden.

Bei der Entscheidung für einen Wohnort gebe es grundsätzliche Fragen. An erster Stelle stünden Kinderbetreuung, Krippen- und Ganztagesplätze. Drei einstimmige Beschlüsse wurden gefasst: Der jetzige Kindergarten Marbach solle in das derzeitige Schulgebäude verlagert werden, im ersten Quartal 2020 solle der Gemeinderat eine Entscheidung treffen und eine gemeinsame Besichtigung durch Gemeinderat und Ortschaftsrat solle erfolgen.

Zum städtebaulichen Entwicklungskonzept beschlossen die Räte eine Baulanderschließung an der ehemaligen Kiesgrube Beller mit rund 10 000 Quadratmetern Fläche. Den weiteren Fortgang des Kiesabbaus der Firma Beller stellte Winfried Beller vor. Im Abbaugebiet finde Bau- und Rückbau von Wegen und Straßen statt. Abgetragenes Material werde sofort im neuen Baugebiet wieder aufgefüllt.

Anmeldungen des Ortschaftsrates zum Haushaltsplan waren Baulanderschließung, Planung Schulgebäude mit Maßnahmen zur Erhaltung der Bausubstanz, Gas- und Glasfasernetzausbau sowie verschiedene Unterhaltsmaßnahmen für Feldwege und andere laufend anfallenden Kosten.

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