Hoppe gewinnt im ersten Wahlgang

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Der Moment, als der stellvertretende Bürgermeister Manfred Müller das Ergebnis bekannt gibt: Magnus Hoppe kann es kaum glauben,
Der Moment, als der stellvertretende Bürgermeister Manfred Müller das Ergebnis bekannt gibt: Magnus Hoppe kann es kaum glauben, (Foto: Dirk Thannheimer)
Schwäbische Zeitung
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Herbertingen hat seit Sonntagabend einen neuen Bürgermeister: Magnus Hoppe ist mit 64,1 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Michael Schrenk gewählt worden. Es folgten Robert Eisele mit 19,8 Prozent und Stefan Koch mit 9,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 60,1 Prozent.

Die Spannung war groß, als kurz nach 18 Uhr immer mehr Bürger, Ortsvorsteher oder Bürgermeister aus den benachbarten Gemeinden in den Sitzungssaal des Rathauses kamen, um die ersten Prozentzahlen zu erfahren. Als Favoriten für den neuen Bürgermeister wurden nach einem intensiven und fairen Wahlkampf Magnus Hoppe und Fulgenstadts Ortsvorsteher Robert Eisele gehandelt. Robert Eisele war der erste Kandidat, der mit seiner Familie den Sitzungssaal betrat. Er habe am Sonntagmittag noch Musik gespielt und sei eher unaufgeregt, sagte Eisele, der trotzdem immer wieder einen Blick auf die Leinwand warf, um die ersten Zahlen live zu sehen.

Magnus Hoppe stand derweil mit seiner Frau und seinem Sohn Alexander zwischen den zahlreichen neugierigen Zuschauern vor dem Rathaus. Es waren Hunderte Herbertinger Bürger, die es nicht abwarten konnten, wer denn nun die nächsten acht Jahre Herbertingen und seine Teilorte regiert.

Klarheit in Marbach

Eigentlich hätte Magnus Hoppe schon um 18.37 Uhr die ersten Glückwünsche entgegen nehmen können, als das vorläufige Endergebnis nach fünf von sieben Wahlbezirken auf der Leinwand im Sitzungssaal gezeigt wurde. Magnus Hoppe führte das Feld der Kandidaten mit 64,8 Prozent der Stimmen an. In Marbach hatten ihn sogar 73 Prozent der wahlberechtigten Bürger gewählt. Schon jetzt war klar: Magnus Hoppe gewinnt die Bürgermeisterwahl im ersten Wahlgang. Bis zum Endergebnis ändert sich nicht mehr viel. Am Schluss fielen 1467 Stimmen auf den 29-Jährigen, 453 auf Robert Eisele. Dabei hatte sich der Großteil der Bürger auf einen zweiten Wahlgang am 22. März eingestellt. Selbst der neue Bürgermeister war bei der Bekanntgabe des Ergebnisses auf dem Rathausplatz in Herbertingen fast sprachlos: „Ich bin überwältigt von diesem Ergebnis und freue mich wahnsinnig“, sagte Hoppe, der die Bürger spontan zu einem Freibier einlud. Die erste große Rechnung wird er angesichts seines Wahlerfolgs gerne bezahlen. Weil auch Magnus Hoppe aufgrund der vielen Kandidaten, die sowohl bei der offiziellen Kandidatenvorstellung als auch bei der SZ-Podiumsdiskussion auf Augenhöhe waren, fest mit einem zweiten Wahlgang gerechnet hatte, bereitete er keine Rede vor. „Ich muss improvisieren“, sagte Hoppe, der ungläubig den Kopf schüttelte und sich einfach nur bei den Wählern bedanken wollte. Er freut sich jetzt auf den Anfang.

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