Großübung: Feuerwehr Herbertingen fordert Gefahrgutzug des Kreises an

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Der Gefahrgutzug des Kreises braucht viel Platz für seine Ausrüstung. Er fängt die verseuchte Flüssigkeit auf und dekontaminiert
Der Gefahrgutzug des Kreises braucht viel Platz für seine Ausrüstung. Er fängt die verseuchte Flüssigkeit auf und dekontaminiert die Feuerwehrleute nach ihrem Einsatz. (Foto: Fotos: Wolfgang Lutz)

Bei ihrer Übung hat die Feuerwehr in Herbertingen einen Unfall mit einem Gefahrguttransport simuliert. Auch der Gefahrgutzug des Landkreises Sigmaringen kam dabei zum Einsatz.

Es ist kurz vor 19 Uhr. Ein Gefahrguttransport mit giftigen brennbaren Chemikalien fährt aus Richtung Mengen nach Herbertingen. Ein nachfolgendes Auto mit vier Insassen nähert sich dem Tanklastzug mit überhöhter Geschwindigkeit und leitet zu spät eine Vollbremsung ein. Das Auto samt Insassen prallt auf den Tanklastzug und schiebt sich unter die Hinterachse des Lastwagens. Durch den Aufprall tritt flüssiges Gefahrgut aus dem Lastzug aus. Die Flüssigkeit läuft auf die Straße. Es besteht die Gefahr, dass es sich entzündet.

Ortsdurchfahrt gesperrt

So sah die Übungsannahme in Herbertingen am Montag aus. Insgesamt nahmen unter den Augen von Kreisbrandmeister Michael Hack 25 Fahrzeuge und 130 Wehrmänner teil. Die Ortsdurchfahrt von Herbertingen war ab der Jet-Tankstelle voll gesperrt, damit die Übung mit der Ausrüstung des Gefahrgutzuges sowie der beteiligten Wehren durchgeführt werden konnte

Nach dem Vollalarm und dem Erkunden durch den Einsatzleitwagen war alsbald die Feuerwehr in voller Mannschaftsstärke und mit Ausrüstung am Unfallort. Parallel dazu wurde der Gefahrgutzug zusammen mit der Abteilung Bad Saulgau sowie der Gefahrgutwagen aus Mengen alarmiert. Weitere Verstärkung kam kurz nach der Alarmierung durch die Wehren aus Sigmaringen und Meßkirch. Als erstes wurde die Personenrettung aus dem Auto in Angriff genommen, während unter Atemschutz ein Schaumteppich beim Gefahrgut-Lastwagen gelegt wurde. Der Gefahrgutzug hatte die Aufgabe, die Dekontaminierung von Feuerwehrleuten durchzuführen und auch die ausgetretene gefährliche Flüssigkeit aufzufangen. Gut klappte das Zusammenspiel der Wehren und der Abteilungen.

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