Feuerwehr dringt mit Atemschutz in den Kindergarten ein

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 Den Großeinsatz demonstrirt die Feuerwehr am Freitag beim Kindergarten St. Nikolaus.
Den Großeinsatz demonstrirt die Feuerwehr am Freitag beim Kindergarten St. Nikolaus. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Die Feuerwehr Herbertingen ist mit ihren Abteilungen aus Hundersingen und Marbach beim Einsatz im Kindergarten St. Nikolaus gefordert gewesen. Denn laut des Szenarios der Jahreshauptübung brach dort durch einen technischen Defekt Feuer am Backofen aus, was zur sofortigen Evakuierung des Gebäudes führte.

Da zwei Erwachsene und drei Kinder vermisst wurden, setzte die alarmierte Feuerwehr massiv Atemschutz ein, um diese Personen im verrauchten Gebäude ausfindig zu machen und danach zu bergen. Für alle drei Abteilungen unter den Augen von Kommandant Martin Eisele eine realistische und doch ungewohnte Aufgabenstellung bei der Hauptübung, vor allem durch die große Anzahl an Personen, die sich zur Zeit des Ausbruchs des Feuers im Kindergarten aufhielten.

Nachdem die Rauchmelder angeschlagen hatten, sah auch das Personal des Kindergartens, dass sich im Gebäude rasch Rauch ausbreitete. Sofort reagierten die Erzieherinnen, indem sie mit den Kindern durch die Notausgänge den Kindergarten verließen. Gleichzeitig alarmierte die Kindergartenleitung die Rettungsleitstelle Bodensee-Oberschwaben und machte dabei so viel Angaben zum Brandherd wie möglich. Nach dieser Meldung mit „Brandgeruch und starker Rauchentwicklung“ alarmierte die Leitstelle zuerst die Feuerwehr Herbertingen mit ihrem Kommandanten Marc Kern sowie die Drehleiter aus Bad Saulgau. Kurz darauf war der Einsatzleiter vor Ort, um sich ein genaues Bild zu verschaffen und dadurch weitere Entscheidungen zu treffen. Nachdem das erste Löschfahrzeug aus Herbertingen vor Ort war, beorderte er auch den Helfer vor Ort und das DRK zum Kindergarten.

Weitere Wehren alarmiert

Von den Erzieherinnen erfuhr der Einsatzleiter, dass sich noch Personen im Kindergartengebäude aufhalten. Dadurch war eine Nachalarmierung der Abteilungen Hundersingen mit Abteilungskommandant Josef Bischofberger und Marbach mit Abteilungskommandant Rolf Neuburger sowie eines Löschzuges aus Bad Saulgau notwendig. Dies vor allem, um zum einen mit massivem Atemschutz in dem verrauchten Gebäude zu suchen und zum andern auch, um der Brandausweitung im hinteren Teil des Kindergartens Herr zu werden. Zusätzlich galt ein Augenmerk dem Schutz des angrenzenden Schwesternhauses, das ebenfalls durch die Feuerentwicklung gefährdet war. Von Vorteil für alle sich im Einsatz befindlichen Löschtrupps war die Wasserversorgung aus dem nahe gelegenen Krähenbach. So konnte der Wasseraufbau zügig erfolgen.

Für die weitere Unterbringung und Versorgung der Kinder mit ihren Betreuerinnen hatte dann Bürgermeister Magnus Hoppe zu sorgen. Sie alle wurden zur Sammelstelle verbracht, wo für sie und auch ihre Eltern die Notfallseelsorge und das DRK warteten.

Vor der Hauptübung war es die Jugendfeuerwehr Herbertingen, die einen klassischen Löscheinsatz bei der Bauhofschule demonstrierte. Derzeit, so Daniel Stuwe, der die Übungen für die vielen Zuschauer kommentierte, bestehe die Jugendwehr aus 29 Mitgliedern, darunter sieben Mädchen.

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