Bauernhaus in Herbertingen brennt nieder

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Die Feuerwehr löscht am Sonntag, 13. Mai, den Brand eines alten Bauernhauses in Herbertingen. (Foto: Thomas Warnack)
Dirk Thannheimer

Sonntagmittag gegen 14.30 Uhr: Ein Notfallseelsorger stützt eine Frau, nimmt sie in den Arm, spendet ihr Trost. Die Frau schaut ungläubig auf ihr Wohnhaus und die angrenzende Scheune, die etwa eine Stunde zuvor aus bislang noch ungeklärter Ursache in Brand geraten war. "Die Scheune brannte lichterloh, es gab eine starke Rauchentwicklung", sagt Martin Eisele, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Herbertingen.

Ein Nachbar alarmiert gegen 13.15 Uhr die Feuerwehr. "Die Flammen schlugen schon richtig hoch, als wir eintrafen", so Eisele. Kurze Zeit, nachdem die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beginnen, stürzt ein Seitenwand der Scheune ein. "Es war nicht ungefährlich. Deshalb mussten wir kurz unsere Einsatzkräfte zurückziehen", schildert Eisele die Gefahr für die Feuerwehrleute. Außer Gefahr waren zu diesem Zeitpunkt bereits die vier Bewohner des alten Bauernhauses, die sich unverletzt ins Freie retten konnten. Ihnen steht der Schock ins Gesicht geschrieben, als die Feuerwehr den Großbrand unter Kontrolle bekommt. Das Wasser entnimmt die Feuerwehr aus dem Krähenbach zwischen Rathaus und dem brennenden Gebäude, "das vermutlich abgerissen werden muss", ergänzt Eisele, als die Feuerwehrkameraden die Nachlöscharbeiten fortsetzen und Dachziegel nach unten werfen, um ein weiteres Einstürzen zu verhindern.

Die Herbertinger Wehr erhält Unterstützung aus Sigmaringen, Mengen und Bad Saulgau. Direkt vor dem Rathaus wird die Einsatzleitung eingerichtet, um das weitere Vorgehen zu besprechen. "Die Bewohner haben Glück gehabt, dass der Brand tagsüber und nicht nachts ausgebrochen war", sagt Eisele. "Sonst hätte noch Schlimmeres passieren können." Bis spätabends sind die Feuerwehrmänner noch im Einsatz.

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