50000 Liter Gülle fließen durch Mieterkingen

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Ungewöhnlicher Einsatz für 40 Herbertinger Feuerwehrleute in Mieterkingen: Auf mehreren hundert Metern mussten sie ausgelaufene Gülle beseitigen.

In einer Biogasanlage war laut Polizei der Überlaufschutz eines Silos defekt. Dieser regelt im Normalfall, dass die Gülle in ein zweites Silo geleitet wird, wenn das erste voll ist. Am Mittwochabend aber lief das volle Silo über und rund 50 Kubikmeter Gülle – 50 000 Liter – flossen zunächst über eine Wiese und dann die Straße entlang bis zur Fulgenstadter Straße und der Einmündung zum Weg zur Hammerschmiedmühle. „Es war ein Großeinsatz für uns und eine Einsatzstelle von 300 bis 400 Metern“, berichtet Kommandant Martin Eisele.

Bäche und Teiche gesichert

Nachdem der Landwirt, dessen Silo übergelaufen war, die Feuerwehr alarmiert hatte, machten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sich zunächst daran, die Schächte und Gewässer zu sichern. „Es ist eine kleine Menge zur Kläranlage gekommen, aber diese wurde dort sofort abgeschoben, sodass keine Gefahr besteht“, sagte Eisele. Auch der nahegelegene Krähenbach und ein Teich wurden abgesichert und von Gülle verschont. Das bestätigt auch eine Pressesprecherin der Polizei.

Nach den Sicherungsmaßnahmen wurden die Straßen und der Hof eines Geschäfts abgespritzt. „Wir haben eine Leitung vom Krähenbach her aufgebaut und daher kein Frischwasser verwenden müssen“, sagt der Kommandant. Die Gülle wurde schließlich in drei Güllefässer gepumpt und auf umliegende Felder verteilt. Bis 23 Uhr waren die Feuerwehrleute in Mieterkingen im Einsatz.

Bei der Alarmierung mit dem Stichwort „ausgelaufene Gülle“ war dem Kommandanten Eisele noch sehr mulmig zumute. „Da kann schließlich viel passieren, aber dank unserer großen Einsatzstärke und auch der tollen Hilfe der Mieterkinger haben wir alles schnell absichern können.“ Und sogar der Geruch sei auszuhalten gewesen.

6000 Liter Gülle laufen aus
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