17 Ortsgruppen kommen zur Sternwanderung

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Vorstandsmitglied Hubert Stehle (v.l.) ehrt fünf verdiente Mitglieder, u.a. Claus Baier. Monika Blum (Vorstand), Erich Braun, Br
Vorstandsmitglied Hubert Stehle (v.l.) ehrt fünf verdiente Mitglieder, u.a. Claus Baier. Monika Blum (Vorstand), Erich Braun, Bruder Burkhard, Adolf Wahl, Franz Neher, Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller und Renate Buck. (Foto: Helmut Stroppel)
Helmut Stroppel

Die Ortsgruppe Hausen im Tal des Schwäbischen Albvereins hat ein Fest zum 125-jährigen Vereinsjubiläum gefeiert. 17 Ortsgruppen machten sich auf den Weg, dem Hausener Albverein zu gratulieren. Auch Schirmherr und Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller, der CDU Landtagsabgeordnete Klaus Burger, der erste Landesbeamte des Landkreises Sigmaringen, Rolf Vögtle, Bruder Burkhard vom Kloster Beuron und Ehrengauobmann Willi Rößler waren gekommen.

Im schön dekorierten Tobelhaus, Kinderstiefel mit Frühlingswiesenblumen zierten die Tische, sicherten sich schon zahlreiche Hausener Bürger ihre Plätze, ehe dann die Ortgruppen eintrudelten, die in einer Sternwanderung die Donautalgemeinde angelaufen haben.

Um die Mittagszeit waren alle Plätze im Tobelhaus belegt und es musste noch zusätzlich bestuhlt werden. Die Nachfrage nach Wandergulasch mit Spätzle und Kartoffelsalat, Saitenwürsten oder vegetarischer Gemüsepfanne war riesengroß und so hatte der Kulturförderverein, der die Bewirtung übernahm, alle Hände voll zu tun. Ortsgruppenvorsitzender Hubert Stehle und sein Team dachten mit einem netten Einfall auch an die Mütter, denn zwei Mädchen überraschten alle Frauen mit einem „Krämle“ zum Muttertag. In seinen Begrüßungsworten freute sich Stehle über den sehr guten Besuch und machte deutlich, was für ihn die wesentliche Aufgabe der Ortsgruppe ist: „Die Herausforderung für den Albverein ist es, den Menschen an der Basis die Natur und den Umgang mit ihr zu erschließen.“ Diese Leistung hätten die Mitglieder des Vereins in dieser langen Zeit vollbracht und das sei ein Grund zu feiern.

Vermittlung von Natur

Der Albverein bereichere das Dorfleben und bringe den Kindern der Gemeinde die Natur auf wunderbare Weise näher, hob der Bürgermeister hervor. Die Gemeinde werde den Versuch des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die fast ausgestorbene Donauschwarzpappel wieder anzusiedeln, unterstützen und 125 Pappeln entlang der Donau im Gemeindewald pflanzen. Rolf Vögtle überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und sagte mit einem Schmunzeln, Hausen habe „an Europa mitgebaut“, da der europäische Radwanderweg auch durch die Gemeinde führen würde.

Auf die große Bedeutung des Albvereins und des Wanderns ging auch Klaus Burger ein. Wandern trainiere Körper und Geist, Gemeinschaft und Freundschaft werde gelebt. Mit Begeisterung und aus dem Stegreif trug Willi Rößer seine Ausführungen vor. Die Stadtbevölkerung habe das Wandern und die Schönheit der Alb entdeckt. Schon vor 125 Jahren sei ein Übergang über die Bahn geschaffen worden. Pioniereinheiten hätten den Maurusfelsen durchbrochen um den Wanderweg fortsetzen zu können. Er schloss mit einem Hoch auf die Kulturlandschaft Obere Donau.

Gauobmann Claus Baier überreichte im Namen des Hauptvereins eine Urkunde und nahm die Ehrungen vor. Eine besondere Ehrung wurde dem Konvent des Klosters Beuron zuteil. Bruder Burkhard durfte für die 80-jährige Mitgliedschaft Ehrennadel und Urkunde entgegennehmen. Für 60-jährige Treue wurde Renate Buck ebenfalls mit Ehrennadel und Urkunde und einem Bildband geehrt. Gauobmann Baier steckte auch Adolf Wahl die Ehrennadel für 50 Jahre Albverein an. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Erich Braun geehrt. Für besondere Verdienste zeichnete Baier den Ehrenvorsitzenden Franz Neher mit der Georg Fahrbach Medaille in Kupfer mit Urkunde aus.

Die Feierlichkeiten umrahmten die Jagdhornbläser „Werenwag“, Jakob Köhle führte mit launigen Beiträgen durch das Programm. Eva Stehle führte mit den Kindern und Jugendlichen im Freien unterhaltsame Spiele zum Thema Natur durch.

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