Dirigent präsentiert seinen zweiten eigenen Marsch

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 Bei dem Frühjahrskonzert finden Ehrungen statt (von links): Vize-Vorsitzender Holger Lorrain, Achim Dorn (Ehrung für 40 Jahre M
(Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Der Musikverein Harthausen hat am Ostersonntag sein traditionelles Frühjahrskonzert gegeben. Die Jugendkapelle und das große Orchester spielten unter dem Motto „Über den Wolken“.

Musikalisch auf das Konzert eingestimmt hat die Jugendkapelle Winterlingen-Harthausen unter der Leitung von Mareike Kasunic. Sie eröffneten das Konzert mit dem Musikstück „The Flintstones“, in dem es um die Zeichentrick-Familie Feuerstein geht. Darauf folgte „Heal the World“ von Ron Sebregts. André Lorrain erklärte, dass in der Rockballade für eine bessere Welt geworben wird. Die geforderte Zugabe löste die Jugendkapelle gerne mit dem Stück „Mixed Bag“ ein.

58 Musiker auf der Bühne

Im Anschluss nahm das große Orchester unter der Leitung von Jochen Rieber mit 58 Musikern auf der Bühne Platz. Angesichts des Konzertmottos „Über den Wolken“ und dem vor kurzem ereigneten Germanwings-Unglück wurde an die Opfer dieser Katastrophe mit dem Choral „Über den Sternen“ gedacht.

Daraufhin eröffnete das Orchester das diesjährige Konzertprogramm mit dem „Diamir-Marsch“. Dieser Marsch ist bereits das zweite selbst komponierte Musikstück des des Vereinsdirigenten Jochen Rieber und handelt von dem neunthöchsten Gipfel der Erde, dem Diamir – auch König der Berge genannt. Die Komposition beginnt mit einer majestätischen Einleitung, gefolgt von einem verspielten Teil und endet in einem fulminanten Schluss. Die Uraufführung sorgte beim Publikum für große Begeisterung. Nach dem Ausflug in den West-Himalaya kehrte das Orchester in die Festhalle Harthausen zurück, um im „Dialog der Generationen“ Gemeinsamkeiten aber auch Gegensätze der verschiedenen Generationen musikalisch auszudrücken. Eine vielfältige Gefühlswelt wurde mit dem Stück „Ikarus“ von Fritz Neuböck geboten. Der euphorische Flug des Ikarus, um aus der Gefangenschaft zu entkommen, endete mit einem tragischen Absturz.

Das nächste Musikstück war eine Kombination zahlreicher Harthauser Musikfreunde: Das Lied „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ präsentierte der Musikverein gemeinsam mit dem Chor „Cum Deo“ und der Solosängerin Theresa Gauggel. Der zweite Teil des Programms begann mit einer Wanderung durch die Rocky Mountains und dem anspruchsvollen Werk „In all its Glory“. James Swearingen beschreibt dabei die Pracht der Berge.

Orchester interpretiert Frank Sinatra

Noch höher hinaus ging es mit dem Musikstück „Fly me to the Moon“. Die vom Orchester gespielte Swing-Version ist eng angelehnt an die wohl bekannteste Interpretation von Frank Sinatra. Die Gesangsstimme imitierte der junge Flügelhornsolist Florian Ritter. Auf die Polka „Von Freund zu Freund“ des jungen Komponisten Martin Scharnagl folgte als Abschluss passend zum Konzertmotto eines der bekanntesten deutschen Lieder: „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. In der leicht jazzig angehauchten Version wird die Freiheit auf federleichte Weise beschrieben.

Damit endete das Konzertprogramm, durch das Moderatorin Beate Endriß mit den notwendigen Erläuterungen geführt hat. Mit viel Applaus belohnte das Publikum die Musiker. Auf den „Fliegermarsch“ folgte nochmals die Aufführung von „Gabriellas Song“.

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