Verschönerungsverein plant neue Feuerstelle am Eisenbahnlehrpfad

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Sie legen Grillstellen an, reparieren Bänke oder setzen neue Pflanzen: Wolfgang Göckel, Wilhelm Kungl, Rudi Wurzinger, Albert Ge
Sie legen Grillstellen an, reparieren Bänke oder setzen neue Pflanzen: Wolfgang Göckel, Wilhelm Kungl, Rudi Wurzinger, Albert Geist, Herbert Mertens, Roland Bechtold, Wolfgang Götz, Gerhard Knör und Armin Fuchs (von links) gehören zu den „Schaufelbrüdern“ des Verschönerungsvereins. (Foto: Ewald Thiel)
Ewald Thiel

Seit der Gründung des Gammertinger Verschönerungsvereins vor neun Jahren haben dessen Mitglieder 3500 ehrenamtliche Arbeitsstunden absolviert. Ausruhen wollen sich die fleißigen Helfer darauf aber nicht: Bei ihrer Hauptversammlung am Donnerstag wurden die Projekte vorgestellt, die für dieses Jahr geplant sind. So sollen beim Trimm-dich-Pfad Anleitungen an den neuen Bewegungsstationen angebracht und das Bildstöckle Hochwang auf Vordermann gebracht werden. Am Eisenbahnlehrpfad soll eine neue Feuerstelle entstehen und der Verschönerungsverein will einige Bänke des Schwäbischen Albvereins reparieren.

„Reparieren und Erhalten – das sind in Zukunft unsere vordergründigen Aufgaben“, sagte der Vereinsvorsitzende Armin Fuchs. Weil neue Projekte immer wieder mit solchen Aufgaben verbunden seien, würde diese nicht mehr so stark verfolgt. Hinzu kommt noch ein anderes Problem: „Was uns große Sorgen macht, sind die ständigen Vandalismusschäden“, ärgerte sich Fuchs. Immer wieder gebe es Menschen, die mutwillig hohe Schäden an den Projekten anrichten und damit die ehrenamtliche Arbeit zunichte machen.

Drei Jahre Arbeit am Bildstock

Zuvor hatte der Vereinsvorsitzende die Projekte des vergangenen Jahres vorgestellt. Dazu zählte beispielsweise Unterstützung bei der Errichtung des Eisenbahnlehrpfads zwischen Gammertingen und Neufra. Abgeschlossen wurde außerdem die dreijährige Arbeit am Bildstock an der Robert-Seifert-Straße. Der Verschönerungsverein besserte den Bildstock aus, verpasste ihm einen neuen Anstrich und eine neue Verglasung. Die Mitglieder rodeten das Umfeld, setzten neue Pflanzen und stellten zwei neue Bänke auf. Hinzu kamen unter anderem Reparaturen an verschiedenen Feuerstellen. Zu guter Letzt verwies Armin Fuchs auf die Sitzgruppe an der Schollenkapelle und die Erweiterung des Bewegungsparcours im Loh um zwei weitere Stationen.

Allein diese Beispiele zeigen, wie aktiv der Verschönerungsverein ist. „Unsere Haupttätigkeit seit der Vereinsgründung 2010 ist die Mitarbeit an der Gestaltung der Infrastruktur des Freizeitbereichs der Stadt Gammertingen“, sagte Armin Fuchs. Die 3500 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden könnten in einen Umsatz von rund 75 000 Euro umgerechnet werden. In den vergangenen neun Jahren legte der Verein neun Grillplätze an und errichtete beziehungsweise erneuerte 68 Bänke. Die Ausgaben für Projekte in diesen neun Jahren bezifferte Fuchs auf mehr als 75 000 Euro. Diesen stehen Einnahmen in Höhe von knapp 77 500 Euro gegenüber, davon Zuschüsse in Höhe von 19 250 Euro.

Zurzeit zählt der Verschönerungsverein gut 100 Mitglieder, davon zwölf aktive. Etwa 30 von ihnen kamen zur Hauptversammlung – so viele wie noch nie. Bei dieser Gelegenheit bekamen sie unter anderem ein Lob von Bürgermeister Holger Jerg zu hören. Dieser bedankte sich beim Verein für die ehrenamtlich geleistete Arbeit zum Wohle der Stadt.

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