Simon Wolf gibt Pflegedienstleitung auf

 Simon Wolf übergibt die Pflegedienstleitung bei der Sozialstation St. Martin an Annika Schmid – und nimmt andere Projekte in An
Simon Wolf übergibt die Pflegedienstleitung bei der Sozialstation St. Martin an Annika Schmid – und nimmt andere Projekte in Angriff. (Foto: Judith Gauggel)
Judith Gauggel

Simon Wolf, der noch bis Ende Februar in der Sozialstation Gammertingen-Veringen als Pflegedienstleiter arbeitet, bekommt eine Nachfolgerin: Annika Schmid, 25 Jahre jung und bereit, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Zugleich eröffnet er am Freitag sein erstes Sanitätshaus in Gammertingen – ein weiteres in Sigmaringen ist bereits geplant.

Das Sanitätshaus soll am Freitag in der Hohenzollernstraße 18 in Gammertingen eröffnet werden und Anfang März ein zweites in Sigmaringen, in den ehemaligen Räumen der Barmer. Die Umbaumaßnahmen beginnen in den kommenden Tagen. „Es war keine leichte Umsetzung“, sagt Wolf und erzählt weiter, dass mit jeder einzelnen Krankenkasse Verträge abgeschlossen werden mussten. Ebenso erwarb er im Industriegebiet in Sigmaringen eine Fläche, die 2023/24 als Hauptverwaltung der Wolf GmbH dienen wird. Zu seinen umgesetzten Zielen in der Vergangenheit zählt auch, dass er im vergangenen Jahr innerhalb von drei Tagen das Testzentrum in Sigmaringen auf die Beine gestellt hat. Wohin es ihn in Zukunft ziehen wird, das lasse er auf sich zukommen.

 Am Freitag soll das Sanitätshaus in Gammertingen eröffnen. Mitarbeiterin Jeanine Fitza hilft bei den letzten Handgriffen.
Am Freitag soll das Sanitätshaus in Gammertingen eröffnen. Mitarbeiterin Jeanine Fitza hilft bei den letzten Handgriffen. (Foto: Larissa Hamann)

Seine Arbeit in der Sozialstation sei jedenfalls getan, sagt Wolf zum Ende seiner Pflegedienstleitung. „Ich habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen hatte.“ Jetzt setze er sich neue Ziele und sei auch schon dabei, diese anzugehen. Er sei in der Projektplanung für einen privaten Pflegedienst in Sigmaringen tätig gewesen, der dort eine ambulante Intensiv-Wohngemeinschaft eröffnen werde, das bedeutet: eine Wohngemeinschaft, die es ermöglicht, beatmete Patienten individuell versorgen zu können, so Wolf. Vom Farbkonzept bis zum Desinfektionsmittel wurde dabei alles detailliert erarbeitet und eine passende Planung erstellt. „Unsere Aufgabe war es, die leere Gebäudehülle so umzubauen und einzurichten, dass der Pflegedienst und dessen Kunden direkt einziehen können“, sagt er. Die Eröffnung sei für März dieses Jahr geplant.

Einstieg über ein Freiwilliges Soziales Jahr

Der neuen Leiterin Annika Schmid hingegen sei nach einem FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) in der Tagespflege bewusst geworden, dass der Umgang mit Menschen ein wichtiger Teil ihrer Arbeit sein sollte und dass am Ende des Tages genau das zählt. Das war für sie auch der Grund, in die Pflege zu gehen. „Menschlichkeit und Empathie ist das, was am wichtigsten ist – für die Menschen da zu sein und sich auch die Zeit zu nehmen, ins Gespräch zu kommen“, sagt Schmid. Seit Juli 2021 ist sie in der Sozialstation Gammertingen-Veringen in der Tagespflege tätig und seit Anfang des Jahres wird sie von Simon Wolf in ihre zukünftige Tätigkeit eingearbeitet. „Ich musste mich anfangs schon beweisen, aber ich bin angenommen worden.“

Tagespflege soll bekannter werden

Annika Schmid ist seit zweieinhalb Jahren ausgelernt und macht jetzt neben ihrem Job als Teamleitung den Fachwirt in einem Fernstudium. „Ich lasse alles auf mich zukommen“, sagt sie. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Tagespflege bekannter zu machen. „Mir ist wichtig, dass auch im hohen Alter das Wohnen zu Hause ermöglicht werden kann“, sagt sie. Durch ihre bisherige Arbeit in der Pflege weiß sie, worauf es ankommt und das möchte sie in ihre Arbeit als Leiterin einfließen lassen.

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