Schüler erkunden die Eisenbahnwerkstatt der Landesbahn

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Eine Höhepunkt ist die Besichtigung der Bahnbetriebswerkstatt.
Eine Höhepunkt ist die Besichtigung der Bahnbetriebswerkstatt. (Foto: Fotos: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Klasse 4a der Laucherttalschule Gammertingen macht beim Zeitungsprojekt „Wir lesen junior“ mit. Als Recherchethema wählte sie die Hohenzollerische Landesbahn (HZL) aus. Die Kinder sammelten ihre Fragen zur HZL und ordneten sie. Daraus wurden die drei Themenbereiche entwickelt. In Gruppen bereiteten die Kinder Fragen vor. Aus den Antworten verfassten die Kinder ihre Artikel.

Die Klasse wurde von den HZL-Mitarbeitern Lutz und Ott am Bahnhof in Gammertingen empfangen. Nach der Besichtigung des neuen Bahnhofes ging es mit dem Bus zum Omnibusbetriebshof in die Europastraße. Nach einer Führung durch die Hallen und vielen Informationen über die Busse und den Beruf eines Busfahrers fuhren die Kinder mit dem Bus zur Bahnbetriebswerkstatt. Diese war für viele das Highlight des Besuches. Die Kinder durften beispielsweise unter einem Zug durchlaufen, ihn auch mal von unten anschauen und einen ausgebauten Motor von Nahem betrachten.

Die HZL

Die HZL wurde 1899 in Sigmaringen als Actiengesellschaft Hohenzollerische Kleinbahngesellschaft gegründet. Erster Vorstand und Erbauer der HZL war Geheimer Baurat Max Leibbrand. 1900 wurde die erste Bahnstrecke zwischen Sigmaringen und Bingen in Betrieb genommen und immer weiter ausgebaut. 1907 wurde die Actiengesellschaft Hohenzollerische Kleinbahngesellschaft in Hohenzollerische Landesbahn AG umbenannt.Mittlerweile hat die HZL sechs Standorte. In Gammertingen gibt es zwei Standorte, in Hechingen ebenfalls zwei, in Sigmaringen einen und in Immendingen einen. Die HZL hat rund 300 Mitarbeiter, die in 15 verschiedenen Berufen arbeiten. Bei der HZL kann man nach der Schule eine Ausbildung machen. Das früheste Alter ist 14 Jahre. Die Ausbildung dauert drei bis dreieinhalb Jahre. Man kann sich als Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker, Eisenbahner im Fahrbetrieb und Industriekaufmann ausbilden lassen.

Die Busse

Die HZL hat insgesamt 37 Busse der Marken Setra, MAN und Mercedes- Benz. Davon sind 22 Linienbusse, zehn Gelenkbusse und fünf Kombibusse. Die Linienbusse haben rund 43 Sitzplätze, 40 Stehplätze und einen behindertengerechten Platz. Die Gelenkbusse haben rund 54 Sitzplätze, 75 Stehplätze und einen behindertengerechten Platz. Montag bis Freitag fahren 33 Busse auf elf Linien. Am Samstag sind es nur sieben Busse und am Sonntag acht. Die Endstationen der Linien sind Sigmaringen, Reutlingen, Gammertingen, Riedlingen, Ebingen, Horb und Eyach. Die Busse haben manchmal Verspätung weil sie zum Beispiel Umleitungen fahren müssen, oder es im Winter glatt ist. Die HZL fährt auch Sonderfahrten für Schulen. Zum Beispiel hat die HZL die Schüler zum Wintersporttag gefahren oder Grundschüler zum Schneetag nach Hettingen.

Die Züge

Die HZL hat etwa 60 Züge und auch ebenso viele Lokführer. Die Ausbildung zum Lokführer darf man mit 16 Jahren machen und sie dauert etwa drei Jahre. Alleine auf der Strecke fahren darf ein Lokführer aber erst ab 21 Jahren. Die Züge der HZL werden durch die Fahrtkosten der Reisenden finanziert. Ein Zug darf höchstens 120 Kilometer in der Stunde fahren. Ein Motor ist so stark wie zwei Automotoren, ein Zug hat zwei Motoren. Die Güterzüge der HZL transportieren Salz vom Salzbergwerk in Haigerloch nach Ulm und dann weiter nach München, oder Zement von Schönberg in die Schweiz. Die Personenzüge fahren nach Tübingen, Balingen, Sigmaringen, Immendingen, Aulendorf und Ulm.

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