Premiere des Öko-Flohmarkts gelingt

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Jackie Sotouky und Maximilian Janes gehören zum elfköpfigen Team des Jugendzentrums (von links).
Jackie Sotouky und Maximilian Janes gehören zum elfköpfigen Team des Jugendzentrums (von links). (Foto: Judith gauggel)
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Die Türen des Jugendzentrums Alte Strickerei in Gammertingen haben sich am Samstag erstmals für einen Öko-Flohmarkt geöffnet. Organisiert wurde dieser durch die jungen Menschen, die sich dort engagieren. „Der stoßweise Zulauf kam uns entgegen, so konnten die Hygienemaßnahmen umgesetzt und eingehalten werden“, so Jugendbeauftragter Otto Sommer. „Schon von Anfang an hatten wir einen guten Umsatz.“ Das Wetter hatte dem Flohmarkt im Außenbereich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es wurde improvisiert und kurzerhand alles nach innen verlegt.

Die Idee dazu entstand Anfang des Jahres bei den regelmäßigen Treffen im Jugendzentrum. Hier wurde über den Umweltschutz gesprochen und der Öko-Flohmarkt wurde ins Leben gerufen, erzählt Maximilian Janes. „Durch die coronabedingte Auszeit konnte die Planung erst in den letzten Monaten stattfinden“, so Janes weiter, der mit Jackie Sotouky einen Stand vor Ort hatte. „Wir haben schon mehrere Hörbücher verkauft“, gibt er zu und erzählt lachend weiter, dass er seinen Job, so gut es geht, erledigen wird. „Wir möchten in Zukunft noch Mülleimer an Plätzen aufstellen, an denen sich Jugendliche treffen“, erzählt Max Bögle. Diese werden dann an die öffentliche Müllentsorgung angeschlossen. Die drei gehören zu dem elfköpfigen Team, das sich aktuell engagiert (die SZ berichtete).

Im Zentrum wurden sechs Stände aufgestellt, die mit viel Engagement betrieben wurden. „Durch den Erlös werden Setzlinge gekauft, die im besten Falle Ende dieses Jahres gepflanzt werden“, so Otto Sommer. Im Vorfeld wurde mit dem zuständigen Förster gesprochen, der neben Tipps auch ein Grundstück zur Verfügung stellen wird. „Es wird ein besonderer Platz werden – unser erster eigener Wald“, so Sommer weiter. Ihm ist wichtig, dass die Aktion Wirkung zeigt und sich die Arbeit für die Jugendlichen im Vorfeld gelohnt hat. „Das Grundstück zu bepflanzen, wird ein Gemeinschaftsprojekt“, erzählt Miriam Kaliski und lobt Sommer: „Er hat immer ein offenes Ohr und lebt seine Arbeit.“

„Schade, dass das Wetter zum Flohmarkt schlechter geworden ist“, so Richard Sommer, der die Jugendarbeit für eine gute Sache hält und diese unterstützen will. „Natürlich werde ich etwas kaufen, damit auch Geld in die Kasse kommt“, erzählt er weiter. Julia Vekony, die einen Stand mit Babysachen betreibt, hat die Idee durch das Amtsblatt mitbekommen und möchte die Jugendlichen unterstützen: „Je nachdem, was ich einnehme, werde ich dem Jugendzentrum was obendrauf legen.“

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