Porsche-Fahrt für Menschen mit Behinderung: „700 PS – das hat man nicht alle Tage“

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PS-starkes Aufgebot im Klosterhof: 50 Porsches kommen für die Ausfahrt mit Menschen mit Behinderung nach Mariaberg.
PS-starkes Aufgebot im Klosterhof: 50 Porsches kommen für die Ausfahrt mit Menschen mit Behinderung nach Mariaberg. (Foto: Mariaberg)
Schwäbische Zeitung

Die Autofilmreihe „The Fast and the Furious“ gehört zu Bernd Höningers Favoriten. Deswegen freute sich der 33-jährige Klient des sozialen Dienstleistungsunternehmens Mariaberg aus Gammertingen über die schnittigen Sportwagen, die vor Kurzem bei der dritten Porsche-Ausfahrt im Klosterhof vorfuhren.

In welchem Porsche er mitfahren will, wusste Höninger ganz genau: Sein persönlicher Fahrer für den Tag war ein Mann im weißen 911er Turbo 9FF. Die beiden kannten sich schon von der vorherigen Porsche-Ausfahrt. Höninger war begeistert. „Das macht Riesenspaß!“, sagte er. „700 PS – das hat man nicht alle Tage.“

50 Fahrzeuge vom Porsche-Club Schwaben und vom Porsche-Zentrum Reutlingen nahmen etwa 60 Menschen mit Behinderung mit auf große Fahrt. Über die Alb ging es von Mariaberg aus zur Einkehr ins Landhotel Sonnenbühl und wieder zurück. „Es ist bemerkenswert, wie viele Kunden wir für die Sache aktivieren konnten“, sagt Timo Beck, Verkaufsfolgeleiter des Porsche-Zentrums. Denn nicht alle Mitfahrer sind auch Mitglied im Porsche-Club. Thea und Heinz Haug zum Beispiel sind Betreuer von Mariaberger Klienten. Mit der Mitfahrt in ihrem Porsche wollten sie autosportbegeisterten Menschen mit Behinderung eine Freude bereiten.

Die Teilnehmer stammten nicht nur aus dem gesamten Zollernalbkreis, sondern zum Beispiel auch aus Pforzheim und Dortmund. „Wir sind froh, den Mythos Porsche in so großer Zahl an die Klienten weitergeben zu können“, sagte Fritz Letters, Präsident des Porsche-Clubs.

Mariabergs Vorstand Rüdiger Böhm begleitete die Fahrt als Beifahrer in einem gelben Porsche Cabrio. „Welchen Spaß und welche Freude Sie heute den Menschen vermittelt haben, das haben Sie selbst mitbekommen“, sagte er zu den Organisatoren der Ausfahrt. Lob bekamen die Teilnehmer aber auch von den Menschen mit Behinderung. „Sie sind so schön gefahren – vielen Dank“, sagte einer von ihnen.

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