Ortschaftsräte bringenFeldkreuze auf Vordermann

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Die Sanierungsarbeiten auf dem Kreuzweg sind abgeschlossen.
Die Sanierungsarbeiten auf dem Kreuzweg sind abgeschlossen. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Es ist eher selten, dass ein Kreuzweg zwei Ortschaften miteinander verbindet. Zwischen Harthausen und Feldhausen ist das der Fall. 14 Kreuzwegstationen stehen entlang der Verbindungsstraße, beginnend in Harthausen stellen sie das Leiden und Sterben Christi dar, heißt es in einer Pressemeldung.

Der Harthauser Johann Georg Steinhart, geboren 1802, hatte dazu die Idee. Er übernahm den überwiegenden Teil der Baukosten. Begonnen wurde mit der Erstellung der Stationen im Jahr 1868, kurz nach seinem Tod. Bereits im August desselben Jahres wurden die Arbeiten vollendet. Damals hieß er noch Kirchweg.

Nach einem Entwurf des damaligen Pfarrers wurden die aus Stein gemauerten Stationen vom Gammertinger Maurermeister Otto Diebold gefertigt. Der Maler Constantin Hanner, ebenfalls aus Gammertingen, hatte die Bilder der einzelnen Stationen, ein aus Gips gefertigtes Relief künstlerisch bemalt und gestaltet. In den Jahren 1973/74 wurden diese durch Bronzetafeln eines Ravensburger Künstlers ersetzt. Die Weihe wurde am 26. September 1869 durch einen Pater aus Stetten bei Hechingen unter Assistenz der beiden Pfarrer aus Kettenacker und Wilsingen vollzogen.

Seither waren zahlreiche Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten notwendig. 2008 von der Alterswehr. In diesem Jahr haben die Ortschaftsräte beider Teilorte unter der Federführung des Malermeisters und Ortsvorstehers aus Harthausen, Manfred Rogg, und des Ortsvorstehers Hans Steinhart, aus Feldhausen, das Verputzen und Malen übernommen., heißt es in der Mitteilung weiter. Sämtliche Materialkosten wurden von der Malerwerkstätte Rogg gespendet.

Nach der Erneuerung soll zukünftig am Vorabend des Festes Christi Himmelfahrt in feierlicher Form, unter Anteilnahme der Gemeinde, die Flurprozession begangen werden, zu den Klängen der Musikkapelle und unter Beteiligung der Vereine mit ihren Fahnenabordnungen. Über den Ablauf gibt es ein gemeinsames Abkommen: Ein Jahr führt die Wegstrecke entlang der Stationen von Harthausen nach Feldhausen, im Folgejahr ändert sich der Prozessionsweg von Feldhausen nach Harthausen.

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