Mehr „Hardcore“ als „Chor“ in Mariaberg

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 Thomas (von links), Paul und Steve, von der Band „Tomquadrat“, heizen die Stimmung in Mariaberg ordentlich auf.
Thomas (von links), Paul und Steve, von der Band „Tomquadrat“, heizen die Stimmung in Mariaberg ordentlich auf. (Foto: Gabriele Loges)
Gabriele Loges

Die Mitarbeiter von Mariaberg haben bei der vierten Auflage des Musikevents „Von Chor bis Hardcore“ in der Sporthalle einmal mehr gezeigt, was Musik für sie bedeutet. Von Schlager über Hip-Hop und Tango zu Heavy-Metal, wechselten sich verschiedene Musikstile bei einem eng getakteten Programm ab. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung an einem Samstag statt und zog noch mehr Publikum aus der Umgebung an.

Pünktlich um 18 Uhr eröffneten „Frieder und Schulband“ den Abend. Als „Opener“ schickte Musiklehrer Frieder ein Solospiel am Keyboard voran, um den im Titel versprochenen „Chor“ der an diesem Abend nicht zum Einsatz kam, mit dem beliebten Stück „Mamma mia“, die Ehre zu erweisen. Sein Kollege Wolf und fünf Jungmusiker der Mariaberger Schule brachten danach deutsch gesungene Songs auf die Bühne. Sänger Pascal sang vom „Stern, der deinen Namen trägt“ und besang mit „Atemlos“ die kommende Nacht. Zum ersten Mal spielten sie in dieser Besetzung vor großem Publikum und erhielten reichlich Applaus.

Keine Zugaben

Eine Zugabe konnte keine der Gruppen geben, weil ein schneller Wechsel auf der Bühne für den reibungslosen Ablauf sorgen musste. Der Vorstand von Mariaberg stand hinter dem Projekt, sodass trotz umfangreicher Technik bei freiem Eintritt gespielt werden konnte. Heilerziehungspfleger Roland Haselbach und sein Helfer konnten wieder einige Gruppen der Vorjahre, aber auch neue Musiktalente, verpflichten. Voraussetzung für die Teilnahme war, dass mindestens ein Mitglied Mitarbeiter ist. Die Akteure stellten sich jeweils selbst vor.

Manche Musiker traten in mehreren Formationen auf. So auch Haselbach, als er mit seiner Drei-Mann-Band „Outlaw“ Melanie aus Sigmaringen begleitete. Die Sängerin, die ebenfalls in Mariaberg arbeitet, konnte schon im letzten Jahr das Publikum mit ihrer angenehmen Stimme überzeugen und brachte auch gleich die Losung für den Abend aus: „You and me.“ Singen mache voll Spaß und sei ein besonderes Lebensgefühl.

Dass Frieder nicht nur Musiklehrer, sondern auch Vollblutmusiker ist, bewies er anschließend mit seiner Band „Rough enough“. Jetzt wurde es mit den sieben jung gebliebenen Bestagern rockig und jazzig. Die Band um „Tomquadrat“ brachte neue Lieder mit. Thomas komponiert und textet diese selbst, er arbeitete früher in Mariaberg und brachte Steve und Paul aus England sowie Joe am Schlagzeug mit, am Keyboard spielte Mitarbeiterin Susanne. Für ihn ist Musik Leben und Rhythmus. Seit 25 Jahren macht er Hip-Hop und brachte mit hintersinnigen Texten die Zuhörer zum Nachdenken.

Hal Petersen and The Shiny Lights interpretierten stimmungsvollen Blues und bewiesen musikalisch „everybody wants to go to heaven“. Roland, Markus und Rainer drehten mit der Metal-Band „Outlaw“ dann richtig auf: „Ihr braucht euch nicht über die Lautstärke zu beschweren, das sind wir.“ Heavy-Rock, der die Halle beben ließ und gleichzeitig zum Tanzen anregte. Das Gesangsduo Conny & Blyde holte die Zuhörer im Anschluss mit modernen Balladen wieder auf die Erde zurück. Soqquadro begab sich mit Musette-Musik in die Straßen von Paris oder lud zu gefühlvollem Tango ein. Ab Mitternacht überzeugten dann „MiRaRo“, das sind Mimo, Rainer und Roland, noch einmal, dass Musik ein Teil des Lebens und Zusammenlebens ist.

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