Kandidaten für den Kirchengemeinderat wollen die Ökumene fördern

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Gabriele Loges

23 Kandidaten der evangelischen Verbundkirchengemeinde Gammertingen-Trochtelfingen mit den Gemeinden Gammertingen, Mägerkingen, Hausen an der Lauchert und Trochtelfingen haben sich am Mittwoch im Gemeindehaus in Gammertingen vorgestellt. Im Anschluss sammelten die Anwesenden Wünsche und Anregungen zum Leben in der Verbundkirche. Pfarrer Martin Rose aus Mägerkingen moderierte den Abend. Pfarrer Ulrich Deißinger aus Gammertingen wiederum stellte die Kandidaten aus Gammertingen und Veringenstadt vor, die an diesem Abend nicht teilnehmen konnten. Gewählt werden die neuen Kirchengemeinderäte am Sonntag, 1. Dezember.

Annette Abele wohnt in Harthausen und ist Erzieherin in Mariaberg. Sie engagiert sich bereits seit einer Legislaturperiode im Kirchengemeinderat und möchte sich weiterhin für die evangelische Kirche einsetzen. Die gebürtige Gammertingerin Carmen Baisch arbeitet als Einzelhandelskauffrau und wohnt in Freudenweiler. Ihr sei es wichtig, die Ökumene trotz Verbundkirchengemeinde aufrecht zu erhalten, sagte sie. Der derzeitig Vorsitzende Josef Göggel aus Gammertingen ist selbstständig und kandidiert erneut, weil Kirche und Glaube in seinem Leben seien. Der neue Verbund sei ihm wichtig und er möchte an der „zukunftsweisenden Struktur“ mitarbeiten, sagte er.

Sigrid Heinzelmann wohnt in Neufra. Die junge Frau möchte das Gemeinschaftsgefühl, das sie selbst in ihrer Kindheit und Jugend kennenlernte, pflegen und weitergeben. Doris Ott ist bereits seit zehn Jahren im Kirchengemeinderat aktiv. Die Arbeit gefalle ihr und sie wolle sie fortführen, sagte sie. Volker Schneider, der seit 25 Jahren in Gammertingen wohnt, strebt eine „Kirche der Beteiligung“ an, die mit dem Glauben lebt, und möchte sich auch für die Jugendarbeit stark machen.

Jüngster Kandidat ist 23 Jahre alt

Kerstin Schreck wohnt in Mägerkingen, kandidiert jedoch für den Kirchengemeinderat Gammertingen. Dort organisiert sie seit acht Jahren das Kirchencafé. Sie sei überzeugt davon, dass der einzelne Vorbild sein könne und die Zugehörigkeit zur Kirche zeigen sollte. Edda Schwarze aus Veringenstadt ist seit zwölf Jahren im Kirchengemeinderat vertreten und möchte weiter bei der Gestaltung einer lebendigen Kirche vor Ort mithelfen. Ihr sind besonders die Ökumene und ein gutes Miteinander in der Verbundkirchengemeinde wichtig. Seit 13 Jahren ist Eleonore Tobler, ebenfalls aus Veringenstadt, im Gremium vertreten. Auch ihr ist das Thema Ökumene ein wichtiges Anliegen. Johann Xiong schließlich, mit 23 Jahren der Jüngste auf der Gammertinger Liste, wolle die Jugendarbeit unterstützen, sagte er.

Ulrich Deißinger bat nach der Vorstellung um Statements zur gelungenen Arbeit in der Kirche. Doris Ott berichtete von einer langwierigen, aber schönen Annäherung bei Geburtstagsbesuchen. Aus dem Plenum kam der Wunsch, die bestehenden Pfarrstellen zu erhalten, aber auch, dass die ausfallenden Gottesdienste nur eine vorübergehende Erscheinung sein mögen.

Bianca Glück aus Trochtelfingen-Haid wünscht sich, die Ökumene, auch wenn sie bisher schon gut funktioniere, weiter auszubauen und auch mal in den katholischen Gottesdienst zu gehen.

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