Jugendliche stören Bahnverkehr

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 Wer sich im Gleisbett aufhält, muss mit Folgen rechnen, auch rechtlich.
Wer sich im Gleisbett aufhält, muss mit Folgen rechnen, auch rechtlich. (Foto: Archiv: Mareike Keiper)
Schwäbische Zeitung

Mehrere Vorfälle auf der Bahnstrecke zwischen Engstingen und Gammertingen sorgen gerade bei der SWEG Schienenwege GmbH für Aufruhr: Jugendliche haben sich im Gleisbett aufgehalten, sodass es beinahe zu einem Unfall gekommen wäre. Nun warnt die SWEG in einer Pressemitteilung, dass seit der Aufnahme des Verkehrs auf der Strecke im Dezember jederzeit mit Zügen gerechnet werden muss.

Ein Vorfall fand laut SWEG zwischen dem Bahnhof Engstingen und dem Haltepunkt Engstingen Schulzentrum zur Mittagszeit statt, als Jugendliche auf dem Gleis liefen. Durch eine Vorwarnung des Zugs und eine eingeleitete Schnellbremsung konnte der Triebfahrzeugführer einen Unfall vermeiden.

Ebenso kam es an Bahnübergängen vor, dass Jugendliche um die geschlossenen Schranken herumgingen und sogar mehrfach den Bahnübergang querten – als wollten sie die Triebfahrzeugführer provozieren, so die SWEG. Die genannten Fälle erfüllen den Straftatbestand eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und können mit Freiheitsstrafen geahndet werden, warnt die Verkehrsgesellschaft.

Hinzukommen können Schadensersatzforderungen der betroffenen Verkehrsunternehmen für sich ergebende Folgestörungen im Betriebsablauf oder Beschädigungen, zum Beispiel an den Fahrzeugenin Folge einer Schnellbremsung. Außerdem so die SWEG, stellten die genannten Vorfälle auch eine unverantwortliche Selbstgefährdung der Jugendlichen sowie eine massive Störung des Eisenbahnbetriebes dar. Gegen die Jugendlichen wurde Anzeige erstattet.

Nun warnt die Verkehrsgesellschaft, dass der Aufenthalt von Personen im Gleisbereich wegen des langen Bremsweges von Schienenfahrzeugen lebensgefährlich sein könne und daher verboten sei. Auch bei geringen Zuggeschwindigkeiten, wie auf dem betroffenen Abschnitt, sei wegen des langen Bremsweges der Eisenbahn mit schwerwiegenden Folgen zu rechnen. Zur Vermeidung von Unfällen richtet sich die SWEG an die Eltern, die ihre Kinder darauf hinzuweisen sollen, die Gleisbereiche nicht zu betreten und an den Bahnübergängen die Lichtzeichen und Schranken zu beachten. Die SWEG hatte die Schienenstrecke Engstingen – Gammertingen am 15. Dezember wieder in Betrieb genommen. Dies ermöglichte die Aufnahme des regulären Schienenpersonennahverkehrs durch die Schwäbische Alb-Bahn.

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