Im Sommer sollen die Handwerker anrücken

Lesedauer: 4 Min
Das Gammertinger Jugendbüro zieht in die ehemalige Textilfabrik Maute an der Steinbeisstraße um.
Das Gammertinger Jugendbüro zieht in die ehemalige Textilfabrik Maute an der Steinbeisstraße um. (Foto: Sebastian Korinth/Archiv)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Nach zahlreichen Monaten des Wartens können die Gammertinger Stadtverwaltung, die Mitarbeiter des Jugendbüros und die Jugendlichen selbst endlich den Umzug des Jugendhauses vorantreiben: Vor einigen Tagen hat das Sigmaringer Landratsamt die lang ersehnte Baugenehmigung für die neue Unterkunft erteilt. Damit sollte der Umzug gelingen, bevor die bisherigen Räume auf dem Schey-Areal aufgegeben werden müssen.

Weil am bisherigen Standort in den kommenden Jahren eine Stadt- und Kulturhalle entstehen soll, musste für die Jugendlichen eine neue Bleibe her. Dafür mietet die Stadt Räume in der ehemaligen Textilfabrik Maute an der Steinbeisstraße. Doch bevor diese genutzt werden können, müssen unter anderem eine weitere Tür für einen zusätzlichen Rettungsweg und weitere Toiletten eingebaut werden.

Den entsprechenden Bauantrag hatte die Stadt im Sommer vergangenen Jahres beim Landratsamt eingereicht – und war seitdem zum Warten gezwungen. „Das hat uns einiges an Geduld abverlangt“, sagt Bürgermeister Holger Jerg, der allerdings auch auf etliche Detailfragen verweist, die es zu klären galt. So halten sich im Jugendhaus zu verschiedenen Zeiten Mädchen und Jungen unterschiedlicher Gruppengrößen und Altersklassen auf. Das wiederum spielt bei der Frage eine Rolle, ob die Einrichtung als Versammlungsstätte eingestuft werde oder nicht. Ein anderes Beispiel, mit dem sich die Behörden auseinandersetzten: ein Podest, das sich zwar als Sitzmöglichkeit eignet, nicht aber als Konzertbühne.

Ausschreibung im Frühjahr

Mit dem Warten soll es jetzt jedenfalls vorbei sein. Gemeinsam mit der Jugendbeauftragten Alessandra Friemelt und dem Gammertinger Architekturbüro Supper-Heinemann wolle die Stadtverwaltung in den nächsten Tagen das weitere Vorgehen besprechen, sagt Holger Jerg. Vermutlich könnten die Arbeiten beschränkt ausgeschrieben und spätestens im Mai im Gemeinderat vergeben werden. „Dann können wir hoffentlich zügig mit dem Umbau beginnen“, sagt der Bürgermeister.

Das hofft auch Alessandra Friemelt. Bei zwei Workshops im Herbst hatte sie gemeinsam mit einigen Jugendlichen deren Wünsche für das neue Domizil gesammelt. Die Mädchen und Jungen würden sich etwa über freies WLAN, eine Spielekonsole, Veranstaltungen wie Konzerte, eine Sitzecke und eine neue Musikanlage freuen. Die Ideen zur Raumgestaltung reichen von Schwarzlicht über eine Sternendecke bis hin zu einer Wand zum Bemalen.

„Auch wegen der langen Wartezeit ist das Thema Umzug inzwischen wieder etwas in den Hintergrund gerückt“, sagt Alessandra Friemelt. Das ändere aber nichts daran, dass sich die Jugendlichen einbringen wollen. Außerdem nehme das Thema mit Sicherheit wieder Fahrt auf, wenn in der neuen Unterkunft an der Steinbeisstraße erst einmal die Handwerker anrücken. „Dann können wir ja vielleicht schon einmal die Baustelle besichtigen und überlegen, welche Ideen sich umsetzen lassen.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen